Startseite > Lexika > Lexikon der Strahlenmedizin > Strahlenbelastung in der Raumfahrt
Autor: Onmeda-Redaktion
Viele Menschen sind von der unbemannten und oft noch mehr von der bemannten Raumfahrt fasziniert. Ein sehr wichtiger Aspekt, vor allem der bemannten Raumfahrt, soll hier diskutiert werden. Es ist die Frage nach den Strahlenbelastungen für die Besatzungen von Raumfahrzeugen oder Raumstationen.
Von der Sonne und aus der Tiefe des Weltraums treffen eine Vielzahl von Strahlen auf die Erde. Unter dieser Strahlung befindet sich auch das sichtbare Licht der Sonne, des Mondes und der Sterne. Auch Radiowellen und Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) treffen auf die Erde. Von der Sonne entstammt außerdem die UV-Strahlung.
Neben den nichtionisierenden Strahlen gelangen große Mengen ionisierender Strahlung, vor allem Protonen, Alphateilchen, und in der Größenordnung von ca. 1%, auch schwere Ionen bis zu einer Ordnungszahl von Z = 30 (Zink) mit einem relativen Maximum beim Eisen (Z = 26) auf die Lufthülle der Erde. Sie führen dort zu zahlreichen Kernprozessen, so dass sich die Zusammensetzung und Dosisleistung, also Dosis pro Zeit, der Strahlung in Abhängigkeit von der Höhe erheblich verändert. Das Maximum dieser Strahlung befindet sich in ca. 25 km Höhe. Sehr hohe Srahlendosisleistungen treten darüber hinaus in dem inneren und äußeren van Allen-Gürtel auf. Extrem hohe Strahlendosisleistungen treten bei den so genannten Flares der Sonne, die von einigen Minuten bis zu einigen Stunden andauern können, auf.
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