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Stand: 28. Juni 2007Autor: Onmeda-Redaktion
Unter der Schneeberger Krankheit (Schneeberger Lungenkrebs, Schneeberger Bergkrankheit) versteht man ein durch ionisierende Strahlung entstandenes Bronchialkarzinom (Lungenkrebs), welches bei Bergarbeitern auftritt.
Ihren Namen erhielt diese Erkrankung im Jahr 1879 nach dem Ort Schneeberg im Bundesland Sachsen, wo sie zuerst beschrieben bzw. entdeckt worden ist. Die in den dortigen Gruben abgebauten Erze enthielten unter anderem Uran. Aufgrund eines schlechten Belüftungssystems wurden die Lungen der Bergarbeiter stark mit Radon belastet.
Die Symptome der Schneeberger Krankheit wurden bereits im 16. Jahrhundert bei Grubenarbeitern beobachtet. Erst vier Jahrhunderte später konnte nachgewiesen werden, dass Radon und seine Zerfallsprodukte für die Entstehung des Karzinoms verantwortlich sind.
Die Schneeberger Krankheit entsteht häufig in Verbindung mit einer Quarzstaublunge (Silikose). Der aufgrund der Strahlung entstandene Lungenkrebs unterscheidet sich hinsichtlich seiner Symptome, Diagnosen, Therapien und Prognosen nicht von aus anderen Gründen entstandenen.
Radon 222 ist ein geruch- und farbloses Edelgas, das über einen Alphazerfall aus dem Radium 226 entsteht. Das Radium 226 seinerseits ist Teil der Uran- Radiumzerfallsreihe. Radon 222 besitzt eine Halbwertzeit von 3,83 Tagen und strahlt Alphastrahlung mit einer Energie von 5,49 MeV ab.
Online-Informationen des Bundesamts für Strahlenschutz: http://www.bfs.de (Stand: August 2006)
Zink, C. et al.: Schering Lexikon Radiologie. ABW Wissenschaftsverlag, Berlin 2005
Stand: Juni 2007
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