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Künstliche Strahlenbelastung

Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Unter der künstlichen Strahlenexposition, umgangssprachlich als Strahlenbelastung bezeichnet, versteht man die aus künstlichen Strahlenquellen herrührende Strahlenexposition, der die Menschen ausgesetzt sind. Sie wird, wie die natürliche Strahlenbelastung, als effektive Dosis mit der Maßeinheit Sievert bzw. Millisievert (mSv) angegeben. Die effektive Dosis ist eine biologische Einheit, die die verschiedenen Arten von Strahlung in ihrer Wirkung für die Entstehung von Leukämie und Krebs vergleichbar macht.

In der Bundesrepublik Deutschland beträgt sie im Mittel pro Jahr 2,026 mSv .

Von diesen 2,026 mSv entstammen ca. 2 mSv pro Jahr allein aus der medizinischen Röntgendiagnostik und ein kleiner Anteil aus der Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Obwohl Gefäßuntersuchungen (Angiographie) nur ca. 1,8% und CT-Untersuchungen ca. 4,2% aller Röntgenuntersuchungen ausmachen, entfällt auf sie ca. 56% der künstlichen Strahlenexposition, und zwar ca. 18% auf die Angiographie sowie 38% auf CT-Untersuchungen. Insgesamt setzt sich die künstliche Strahlenexposition aus den in der Tabelle dargestellten Strahlenquellen zusammen:

Strahlenquelle Dosis in mSv/a
Medizin 2,0
Tschernobyl 0,01
Kernwaffentests 0,005
Flugreisen 0,005
Berufl. Tätigkeiten 0,002
fossile Energieträger 0,002
Kernkraftwerke 0,001
Industrieprodukte 0,001
Gesamt 2,026

Bei dem Wert für die künstliche Strahlenexposition von 2,026 mSv pro Jahr ist zu berücksichtigen, dass er über alle Einwohner der Bundesrepublik gemittelt wurde. Personen, die z.B. sehr oft geröntgt wurden, also relativ stark belastet wurden, haben demnach im Mittel die gleiche Strahlenbelastung wie Personen, die praktisch gar nicht geröntgt wurden. Insofern bedeutet dieser Mittelwert etwas anderes als der bei der natürlichen Strahlenexposition. Dort war jede Person der angegebenen Strahlenbelastung im Prinzip auch tatsächlich ausgesetzt.

Die künstliche Strahlenexposition ist in den Entwicklungsländern - im Gegensatz zu der natürlichen Strahlenexposition - meist erheblich niedriger.

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