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Elektrosmog und HandysGefahrenpotential elektromagnetischer WechselfelderAutor: Onmeda-Redaktion Eine Besonderheit von hochfrequenten elektromagnetischen Wellen liegt darin, dass sie in unterschiedlichster Art und Weise mit biologischen Geweben in Wechselwirkung treten können. Dabei kann diese Wechselwirkung in einer Übertragung, Absorption, Beugung oder Reflexion bestehen. Art und Ausmaß dieser Wechselwirkung ist u.a. abhängig von der Körpergröße und Gewebeart der betroffenen Person sowie dem entsprechenden Frequenzbereich und vor allem der elektrischen und magnetischen Feldstärke. Die resultierenden Effekte dieser Wechselwirkung können in einer Heilung, Schädigung oder sogar Zerstörung des Gewebes bestehen. Diese Effekte lassen sich in thermische und athermische , d.h. nicht-thermische, Effekte aufteilen. Die Strahlenwirkungen durch thermische Effekte gelten als gesichert und sind allgemein anerkannt. Sie entstehen dadurch, dass die Energie der Strahlung in erhöhte kinetische Energie der absorbierenden Moleküle im Organismus umgewandelt wird. Der damit einhergehende Temperaturanstieg wird weiter durch Art und Geometrie des Gewebes bestimmt und wird im unterschiedlichen Maße durch Blutzirkulation, Schwitzen, Atmen und Wärmeaustausch verlangsamt. Werden die Möglichkeiten dieser Abkühlmechanismen überschritten, so kann es zur irreversiblen Schädigung oder sogar Zerstörung des Gewebes (Verbrennung, Verdampfung) kommen. Von diesen als Hot-Spots bezeichneten Effekten können vor allem Gewebe mit schlechter Wärmeabfuhr (Augenlinse, Hoden) und geringer Durchblutung sowie Grenzschichten zwischen Geweben mit hohem und niedrigem Wassergehalt (Haut) betroffen werden. Als kritische Temperatur werden 42°C angesehen. Eine andere im Zusammenhang mit thermischen Effekten relevante Kenngröße ist die in Watt pro Quadratzentimeter (W/cm2) angegebene Leistungsdichte, die durch die Strahlungsquelle bestimmt und von der Art des Gewebes unabhängig ist. Sie wird oft zusammen mit den jeweiligen Werten für die Frequenz und die Dauer der Einwirkung (Expositionszeit) angegeben. Es ist bekannt, dass elektromagnetische Strahlung mit zunehmender Frequenz weniger weit in Materie also auch menschliches Gewebe eindringt. Die Schmerzrezeptoren in der Haut erzeugen eine merkbare Reaktion, wenn die Erwärmungsgeschwindigkeit 0,001°C/s übersteigt. Die Wärmeempfindung, bzw. die durch die Erwärmung verursachte Schmerzempfindung treten dabei in Abhängigkeit von der Frequenz, der Leistungsdichte und der Expositionszeit der einwirkenden Strahlung auf. Aber auch schon kleinere und dafür längeranhaltende Erwärmungen des Ganzkörpers von über 1°C können unter Umständen Verhaltensänderungen, Stoffwechselstörungen oder Einflüsse in der Embryonalentwicklung bei Schwangeren zur Folge haben. Aus diesem Grund wurde die spezifische Leistung ermittelt, die zu einer Temperaturerhöhung um mehr als 1°C bei 1 kg Körpergewicht führt. Für die über den Ganzkörper gemittelte Erwärmung um 1°C ist eine spezifische Absorptionsrate (SAR) von 4 Watt pro kg Körpergewicht (W/kg) bei längerer Expositionszeit nötig. Im allgemeinen ist die SAR von der Gewebeart abhängig. Es wird auch zunehmend zwischen Ganzkörper-SAR-Grenzwerten und lokalen SAR-Grenzwerten unterschieden. Eine Überschreitung bestimmter Grenzwerte kann bei einigen Körperteilen irreversible Schäden verursachen, wie z.B. zu einer Linsentrübung beim leichtsinnigen Hantieren mit den Handy-Antennen in der Nähe der Augen führen. Die athermischen Effekte sind derzeit weniger gut erforscht als die thermischen. Die bekanntesten athermischen Effekte sind der Perlenketteneffekt und die dielektrische Sättigung. Der Perlenketteneffekt bedeutet eine zu den elektrischen Feldlinien parallele Kettenanordnung von Partikeln, wie z.B. von Erythrozyten oder Leukozyten, in denen eine Dipolladung induziert wurde. Dieser Effekt tritt allerdings erst bei Feldstärken auf, die ohnehin schon einen schädigenden thermischen Effekt verursachen. Der Effekt der dielektrischen Sättigung entsteht, wenn starke elektromagnetische Felder in den Makromolekülen Seitenketten polarisieren und somit die Wasserstoffbindungen aufbrechen, was zur Entartung von Molekülen, z. B. der DNA, führen kann. Aber es werden auch den energiearmen elektromagnetischen Feldern Auswirkungen auf den menschlichen Körper zugeschrieben, wenn auch nicht jede Diskussion darüber als seriös bezeichnet werden kann. Ebenso wie den niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern werden auch den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern eine Beeinflussung des Zellstoffwechsels und eine krebserzeugende Wirkung sowie Irritationen von Sinneswahrnehmungen vorgeworfen. Die bisher vorliegenden spärlichen Befunde, die größtenteils in vitro , d.h. im Reagenzglas, und bestenfalls an Mäusen gewonnen wurden, sind kritisch auf ihre Übertragbarkeit auf den menschlichen Organismus zu sehen und in die sozio-ökonomische sowie ökologische Risikobewertung einzubeziehen. Dennoch haben neueste Untersuchungen sowohl in vivo (am Menschen oder Tier) als auch in vitro (im "Reagenzglas") Hinweise auf folgende athermische Effekte von niederfrequent modulierter HF-Strahlung gegeben, auch wenn es für eine abschließende Beurteilung noch zu früh ist:
Bei einer Reihe der prognostizierten Schäden ist bisher nicht geklärt, ob die Schäden unmittelbar durch die HF-Strahlung ausgelöst worden sind, oder ob die Schäden durch eine Veränderung bzw. Schwächung der körpereigenen Reparaturmechanismen erfolgte. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaElektrosmog und Handys
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