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Elektrosmog und Handys

Definition

Autor: Onmeda-Redaktion

Mit der über hundertjährigen Entwicklung von Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation mit Hochspannungsleitungen, Radio, Fernsehen, Radar, Computern und, seit neuestem Handy's, entstand ein neues und teilweise immer noch nicht restlos geklärtes Gefahrenpotential des Elektrosmogs. Den ersten Versuch, drahtlos zu telefonieren startete im Jahre 1926 die deutsche Reichsbahn, die ihren 1. Klasse-Passagieren diesen Service damals anbot. Sehr viel später folgten regionale Mobilfunknetze und dann die analogen A-, B-, und C-Netze. Doch erst mit der Einführung der digitalen D-Netze wurde es technisch möglich, diesen Service einer breiten Zahl von Anwendern zugänglich zu machen. Das D-Netz wurde im Juni 1992 von der Firma Mannesmann als D2-Netz gestartet. Wenige Wochen später startete das D1-Netz von der Telekom. Im Jahr 1994 kam das E-plus-Netz hinzu, mit dem erstmals der Versand von SMS ermöglicht wurde. Nach der CeBit im Jahr 1995 erfolgte der Durchbruch und die Handys werden auch in Deutschland zu einem Massenartikel.

Unter dem Begriff Elektrosmog versteht man allgemein die "Verschmutzung" unserer Umwelt mit elektromagnetischen Feldern, in denen elektrische und magnetische Wechselfelder sich zeitlich ändern und miteinander gekoppelt sind. In der Fachwelt hat sich für diese Art der Umweltverschmutzung der Begriff der Elektromagnetischen Beeinflussung, EMB (engl. Electromagnetic Interference EMI) eingebürgert. Ihre Erfassung, Quantifizierung, Normierung und vor allem Reduzierung gehören in das noch junge Fachgebiet der Elektromagnetischen Verträglichkeit EMV (engl. Electromagnetic Compatibility EMC).

Die elektromagnetischen Felder werden anhand ihrer Frequenz, Feldstärke und Signalform in eine Reihe von Haupt- und Unterbereichen eingeteilt. Von besonderer Relevanz ist dabei der hochfrequente Bereich von etwa 10 kHz bis ca. 300 GHz, da er u.a. die Betriebsfrequenzen von Rundfunk, Fernsehen und Mobilfunk und Radar umfasst. Es sei erwähnt, dass auch das sichtbare Licht zu den elektromagnetischen Wellen gehört, wenn auch mit erheblich höheren Frequenzen.

Im August des Jahres 2002 gab es in der Bundesrepublik Deutschland rund 50.000 Mobilfunk-Sendeanlagen, die, je nach System (E-Plus, D1, D2), mit Frequenzen von 900 MHz bis 1.800 MHz strahlen. Die Frequenzen für das in Kürze zu installierende UMT-System (UMTS = Universal Mobile Telecommunications System) liegen bei 2.000 MHz = 2 GHz. Man rechnet in Deutschland damit, dass sich mit der Installation des UMTS in den nächsten Jahren die derzeitige Anzahl der Sendestationen etwa verdoppeln wird.

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