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Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Therapie, die trotz Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) eine Schwangerschaft ermöglichen soll, hängen Verlauf und Prognose von der angewendeten Behandlungsmethode ab. Die meisten Methoden der künstlichen Befruchtung, die im Fall einer Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit infrage kommen, sind zeitaufwendig, anstrengend, seelisch belastend und haben nur mäßige Erfolgsquoten. Die von den Behandlungszentren genannten Schwangerschaftsraten sind nicht gleichzusetzen mit der sogenannten "Baby-take-home-Rate" (also der Rate von Paaren, die auch tatsächlich Eltern werden). Diese beträgt in Deutschland derzeit 10 bis 15 Prozent. Die Erfolgsquote sinkt mit jedem Versuch und hängt unter anderem auch von der Erfahrung der Reproduktionsmediziner ab.
Eine künstliche Befruchtung, die trotz Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) eine Schwangerschaft herbeiführen soll, kann je nach angewendeter Methode mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein: Beispielsweise kann es durch verabreichte Hormone, welche die Reifung der Eizellen in den Eierstöcken (Ovarien) anregen (stimulieren) sollen, zu einer Überstimulation und Überreaktion der Eierstöcke in Form von Zysten und Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum (Aszites) kommen. Eine gehäuft auftretende Begleiterscheinung bei der In-Vitro-Fertilisation und der ICSI ist die Mehrlingsschwangerschaft. Weitere mögliche Komplikationen bei verschiedenen Verfahren sind Fehlgeburten sowie Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften.
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