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TranssexualitätMedizinischesStand: 18. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion Bei Transsexualität ist der Wunsch, auch biologisch zum anderen Geschlecht zu gehören, häufig sehr groß. Eine Psychotherapie, die sich gegen den Wunsch des Betroffenen richtet, wäre sinnlos – vielmehr geht es darum, den Transsexuellen sowohl medizinisch als auch psychologisch in seinen Bedürfnissen zu unterstützen. Die Begleitung eines Transsexuellen, der ernsthaft den Wunsch hat, eine Geschlechtsumwandlung vornehmen zu lassen, erstreckt sich in der Regel über Jahre hinweg. Hat sich der Betroffene entschlossen, das Geschlecht zu wechseln, muss dieser zunächst psychisch auf diesen Schritt vorbereitet werden. Am Anfang der Behandlung von Transsexualität steht immer die Aufklärung und psychologische Betreuung über mindestens ein Jahr hinweg, bei Bedarf auch länger. Hat die Person weiterhin den Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung, sollte sie im Rahmen der Betreuung zunächst für eine längere Zeit in der Rolle des anderen Geschlechts leben. Etwa ein bis zwei Jahre vor einem möglichen operativen Eingriff sollte der Transsexuelle eine Hormontherapie beginnen. Die Hormontherapie bewirkt, dass sich die sekundären Geschlechtsmerkmale wie etwa Körperbehaarung verändern. Häufig führen diese Veränderungen schon zu einer psychischen Entlastung des Transsexuellen. Die Behandlung, umgangssprachlich als Geschlechtsumwandlung bezeichnet, erfolgt in der Regel durch Urologen, Gynäkologen oder Plastische Chirurgen. Sie darf erst dann durchgeführt werden, wenn sowohl eine medizinische als auch psychiatrische Untersuchung eine derartige Diagnose bestätigt haben und wenn die Person älter als 21 Jahre ist. Zudem muss der Transsexuelle vorab intensiv und dauerhaft psychotherapeutisch begleitet worden sein. Eine ausführliche Anamnese sowie eine körperliche und psychologische Untersuchung gehören zur Diagnosestellung dazu. Eine Veränderung des Geschlechts ist immer auch mit psychischen Belastungen verbunden. Daher ist es auch nach der operativen Geschlechtsumwandlung wichtig, dass die Person weiterhin psychologisch betreut wird. Zudem ist eine dauerhafte Hormontherapie erforderlich. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaTranssexualität
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