Sie befinden sich hier:

Startseite > Lexika > Lexikon der Sexualität > Stalking > Was tun?

Forum

Sexualität

Porträt Dr. Frauke Höllering Forenexpertin: Dr. Frauke Höllering Forum Sexualität
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Stalking

Was tun?

Stand: 11. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Eine Frau schaut ängstlich aus dem Fenster.
Opfer von Stalking sollten sich gegen den Täter wehren.

Was kann man tun, um sich gegen Stalking zur Wehr zu setzen? Natürlich hängt es in erster Linie vom Einzelfall ab, welche Herangehensweise die richtige ist. Jedoch haben Stalking-Opfer einige Möglichkeiten, um sich gegen die Angriffe des Täters zu verteidigen.

Mit professioneller Hilfe können Sie gemeinsam mit einem Experten überlegen, welche Strategie die beste ist. Bei einem massiven Fall von Stalking macht es unter Umständen Sinn, gerichtlich gegen den Täter vorzugehen. Vor einer Anzeige sollte man sich nicht scheuen: In vielen Fällen schreckt das Eingreifen der Polizei den Stalker ab. Zudem gibt es die Möglichkeit, eine gerichtliche einstweilige Verfügung beziehungsweise Schutzanordnung zu beantragen. Erste Anlaufstelle kann eine Opfer- oder Gewaltberatungsstelle sein, aber auch in Selbsthilfegruppen und Frauenhäusern finden Menschen, die von Stalking betroffen sind, Rat.

Darüber hinaus können Sie einiges tun, wenn Sie Opfer von Stalking sind:

  • Droht Ihnen konkrete Gefahr – zum Beispiel, weil der Täter in Ihre Wohnung eindringt oder Sie bedroht –, scheuen Sie sich nicht, die Polizei einzuschalten. Die Mitarbeiter der Polizei müssen bei Straftaten einschreiten und bei Verdacht auf eine Straftat ein entsprechendes Verfahren einleiten.
  • Lassen Sie sich nicht einschüchtern: Teilen Sie dem Stalker umgehend und mit dem nötigen Nachdruck mit, dass er Sie in Ruhe lassen soll. Lassen Sie sich auf keine weiteren Kontaktwünsche ein (etwa auf den Vorschlag, ein klärendes Gespräch zu führen).
  • Wenn Sie bemerken, dass Sie ein Stalker im Auto verfolgt: Fahren Sie zum nächsten Polizeirevier!
  • Sammeln Sie Beweise! Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen, können Sie durch Beweise die Tätigkeit des Stalkers belegen. Halten Sie zum Beispiel schriftlich fest, wann er Sie auf welche Art belästigt hat.
  • Informieren Sie Freunde, Verwandte, Bekannte und Kollegen darüber, dass Sie Opfer eines Stalkers geworden sind. Je mehr Menschen in Ihrem Umfeld über das Problem Bescheid wissen, desto sicherer fühlen Sie sich und desto besser sind Sie geschützt.
  • Geben Sie dem Stalker keine Angriffsfläche. Achten Sie darauf, welche Dinge in den Hausmüll wandern – Unterlagen mit persönlichen Daten (etwa Ihrer Adresse) sollten nicht dazugehören.
  • Bei Telefonterror oder Belästigung über das Internet (Cyber-Stalking) sollten Sie sich beraten lassen. Es gibt einige Möglichkeiten, sich vor derartigen Aktivitäten zu schützen, so zum Beispiel mithilfe einer Fangschaltung, einer Geheimnummer oder einer anderen E-Mail-Adresse.

Stalking ist ein Phänomen, das psychisch sehr belastend ist. Nehmen Sie deshalb Hilfe an, wenn Sie das Gefühl haben, das Problem seelisch nicht mehr in den Griff zu bekommen. Oft hilft es schon ein wenig, wenn Sie Ihre Sorgen mit jemandem teilen können, etwa mit einer nahestehenden Person oder in einer Selbsthilfegruppe. Wenn das Stalking jedoch so sehr beeinträchtigt, dass es Ihren Alltag erschwert oder Sie beispielsweise unter Schlafstörungen oder Depressionen leiden, sollten Sie rechtzeitig psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Stalking

Das könnte Sie auch interessieren

Lexikon der Sexualität

Lexikon der Sexualität

Erfahren Sie im Lexikon der Sexualität mehr über über die wichtigsten Begriffe rund um die Sexualität. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.