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Forenexperte: Dr. Norbert Scheufele
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Die PilleAnwendungStand: 23. April 2009Autor: Onmeda-Redaktion Die Pille gibt es in vielen verschiedenen Arten und mit unterschiedlichen Wirkungsweisen. Fragen Sie deshalb zuerst Ihren Frauenarzt, was Sie beachten sollen, wenn Sie die Pille nehmen. Lesen Sie außerdem den Beipackzettel einmal in Ruhe durch. Ganz allgemein lässt sich Folgendes zur Anwendung der Pille sagen: Wer erstmals mit der "klassischen" Pille (Gestagen-Östrogen-Präparat) verhütet, nimmt sie normalerweise am ersten Tag der Regelblutung ein. Ein Empfängnisschutz ist hierbei vom ersten Tag an gegeben. Je nach Präparat wird die Pille dann insgesamt 21, 22, oder 28 Tage eingenommen. Bei 21er- und 22er-Präparaten folgt nach der Einnahme der letzten Pille eine sechs- beziehungsweise siebentägige Pause. Danach beginnt die Frau mit einem neuen Pillenblister begonnen und nimmt die Pille wieder 21 bis 22 Tage ein. Pillen, deren Blister 28 tten enthalten, werden ohne Pause durchgenommen. Diese "lückenlosen" Blister enthalten zusätzlich eine bestimmte Anzahl wirkstofffreier Tabletten. Da die Pause entfällt, sind sie leicht anzuwenden. Während der Pause oder wenn die wirkstofffreien Tabletten an der Reihe sind, kommt es zu einer regelähnlichen Blutung, die aber kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft als die normale Regelblutung ist. Die empfängnisverhütende Wirkung bleibt auch während der Pause oder der Einnahme der wirkstofffreien Tabletten bestehen. MinipilleSo genannte Minipillen, also Pillen mit einem schwach dosierten Gestagen (dem Wirkstoff Levornogestrel), werden grundsätzlich durchgängig eingenommen. Die Minipille sollte stets zur gleichen Zeit, im Ausnahmefall mit maximal drei Stunden Verspätung eingenommen werden. Im Unterschied zur "klassischen" Pille verhindert diese Pille nicht den Eisprung, sondern bewirkt, dass der Weg für die Spermien erschwert wird beziehungsweise sich eine eventuell befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann. Östrogenfreie PilleEine Variante der Minipille ist die neuere, so genannte "östrogenfreie Pille". Wie die erste Minipille enthält sie kein Östrogen, sondern ausschließlich Gestagen – dies jedoch in Form eines anderen Gestagen-Vertreters, dem Wirkstoff Desogestrel. Die "östrogenfreie Pille" schützt vor Schwangerschaften, indem sie den Eisprung verhindert. Dies macht sie so sicher wie die Kombinationspillen, also die "klassische" Pille. Durch ihre niedrige Dosierung ist sie zudem so verträglich wie herkömmliche Minipillen. Wird ihre Einnahme versäumt, kann sie innerhalb von zwölf Stunden nachgenommen werden, ohne dass die empfängnisverhütende Wirkung nachlässt. Das Zeitfenster ist also größer als bei der herkömmlichen Minipille. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaPilleDas könnte Sie auch interessieren
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