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Oralsex (Oralverkehr)

Vorsicht Geschlechtskrankheiten!

Stand: 15. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Nicht nur durch Analverkehr oder Vaginalverkehr, auch durch ungeschützten Oralsex (Oralverkehr) kann man sich mit verschiedenen sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren. Manche Geschlechtskrankheiten können auch dann übertragen werden, wenn beim Oralsex kein Sperma, Scheidensekret oder Menstruationsblut in den Mund gelangt.

Ob durch Viren, Bakterien oder Pilze: Es gibt viele Erkrankungen, die bei ungeschütztem Oralsex eine Gefahr darstellen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Tripper (Gonorrhö): Diese häufige Geschlechtskrankheit wird durch das Bakterium Neisseria gonorrhoeae hervorgerufen.
  • Syphilis (Lues): Syphilis ist weltweit verbreitet und entsteht ebenfalls durch ein Bakterium: Treponema pallidum pallidum.
  • Infektionen mit Chlamydien: Chlamydien sind Bakterien, die z.B. zu Harnwegsinfektionen bzw. Infektionen der Geschlechtsorgane führen können.
  • HIV: Das HI-Virus (Human Immunodeficiency Virus = Humanes Immundefizienz-Virus) kann zu AIDS führen. Eine HIV-Infektion ist bislang nicht heilbar.
  • Herpes: Herpes genitalis (Genitalherpes) entsteht durch eine Infektion mit bestimmten Herpesviren und ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten.
  • Hepatitis B: Mehr als die Hälfte aller Fälle dieser Leberentzündung in Deutschland ist auf sexuelle Übertragung zurückzuführen. Ursache ist ein Virus.
  • Pilze: Pilzinfektionen (z.B. mit Candida albicans) können nicht nur durch ungeschützten Sex, sondern beispielsweise auch durch ein geschwächtes Immunsystem entstehen.
  • Weicher Schanker (Ulcus molle): Ulcus molle wird durch das Bakterium Haemophilus ducreyi verursacht und kommt vorwiegend in tropischen Ländern vor.
  • Trichomonaden-Infektion (Trichomoniasis): Bei direktem Schleimhautkontakt kann es zu einer Infektion mit dem Parasiten Trichomonas vaginalis kommen.

Auch das humane Papillomvirus (HPV) kann durch Oralverkehr übertragen werden. Durch eine Infektion mit HPV können Genitalwarzen wie etwa Feigwarzen entstehen. Darüber hinaus steht das HP-Virus mit Vorstadien bösartiger Tumoren (sog. Präkarzinome) und mit Karzinomen im Genitalbereich in Verbindung: So ist beispielsweise bei fast 100 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs HPV nachweisbar.

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Oralsex (Oralverkehr)

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