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Kondom (Präservativ)

Geschichte

Stand: 12. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Das Bild zeigt ein Kondom.

Die Herkunft des Begriffs Kondom ist nicht eindeutig geklärt. Ein Arzt namens Dr. Condom am Hof des englischen Königs Charles II. (1660 bis 1685) gilt als Erfinder. In einer zeitgenössischen Quelle heißt es darüber: "Ein Bollwerk gegen die Lust und ein Spinnweb gegen die Gefahr".

Kondome dienten damals ausschließlich der Schwangerschaftsverhütung. Ihr Gebrauch wurde durch Staat und Kirche geächtet, da diese die künstliche Beeinflussung der Familienplanung missbilligten. Auch angesichts seines hohen Preises und seiner Unzuverlässigkeit war dem Kondom im 17. Jahrhundert kein Erfolg beschieden. Dies änderte sich erst mit der Erfindung der Vulkanisation des Gummis 1843. Während historische Kondome aus Schafsdärmen hergestellt wurden, bestehen ihre modernen Nachfolger aus Latex, der Milch des Kautschukbaums. Im Tauchverfahren werden sie auf Porzellan- oder Glasformen hergestellt. Durch Zugabe von Schwefel und verschiedenen anderen Zusätzen werden die fadenförmigen Kautschukmoleküle unter Hitze zu elastischem Gummi vernetzt. Dieser Vorgang heißt Vulkanisation.

Die Wandstärke eines Kondoms beträgt 0,06 Millimeter, es ist also um ein Vielfaches dünner als die menschliche Haut. Seit 1995 gibt es für Kondome eine europäische Norm: EN 600. Danach haben alle Standardkondome ein Maß von 170 bis 180 Millimeter Länge und 52 Millimeter Durchmesser und müssen im Test 18 Liter Luft fassen können, ohne zu platzen. Daneben gibt es Kondome in Sondergrößen.

Bei einer bestehenden Latexallergie kann seit einiger Zeit auf Kondome aus Polyurethan zurückgegriffen werden. Diese können, anders als Latexkondome, auch mit fetthaltigem Gleitmittel verwendet werden, jedoch sind latexfreie Materialien immer teurer.

Wie das Kondom für Männer bietet auch das so genannte Frauenkondom, das seit 1992 in Europa auf dem Markt ist, zum einen Verhütung vor einer ungewollten Schwangerschaft, zum anderen aber auch einen Schutz vor Geschlechtskrankheiten.

Kondome sind zudem umweltfreundlich, da sie mit der Zeit in Humus umgewandelt werden.

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