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Stand: 15. April 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Nicht jeder sexuelle Missbrauch muss gleich zu einem Trauma führen. Jedoch: Kein Missbrauch bleibt ohne Folgen! Viele Menschen haben lebenslang unter den Ereignissen in ihrer Kindheit zu leiden. Jedes Kind reagiert dabei unterschiedlich auf eine Missbrauchstat. Je enger die soziale Bindung zum Täter ist (z.B. bei Missbrauch innerhalb der Familie, insbesondere durch den Vater) und je länger der Missbrauch anhält, desto höher ist das Risiko, psychische Folgeschäden davonzutragen. Manchmal treten die Folgen eines Missbrauchs erst im Erwachsenenalter zutage.
Bei einem Trauma erlebt man ein sehr intensives, extremes Ereignis, welches mit dem Gefühl einer starken persönlichen Bedrohung verbunden ist. Angst, Hilflosigkeit und Erregung stehen im Vordergrund. Gerade Kinder, deren Identität noch nicht gefestigt ist, haben kaum Strategien, um ein Ereignis wie einen Missbrauch selbstständig bewältigen zu können. Ist ein Kind traumatisiert, durchlebt es die Situation immer und immer wieder, wobei die Erinnerungen daran bruchstückhaft oder auch gar nicht mehr bewusst vorhanden sein können.
Die psychischen Folgen können weitreichend sein: Gerade, wenn der Missbrauch durch eine nahestehende Person verübt wurde, muss das Kind den Vertrauensbruch durch diese Person verarbeiten. Die sexuelle Handlung an sich kann zum Trauma werden, welches das Kind immer und immer wieder durchlebt.
Im Erwachsenenalter kann sich ein durch Missbrauch entstandenes Trauma zum Beispiel durch Depressionen, Süchte oder Essstörungen bemerkbar machen. Weitere mögliche Folgen sind zum Beispiel:
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