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Historisches und Kulturelles

(Stand: 19. November 2007)

Mit Ausnahme einiger Kulturen – so heirateten etwa Pharaonen im alten Ägypten oder auch der europäische Hochadel aus Machterhaltungsgründen beispielsweise häufig innerhalb der direkten Verwandschaft –, war Inzest fast immer ein Tabu und wurde in fast allen Kulturen mit schwersten Strafen belegt. Dennoch, oder gerade deswegen, spielen Liebesbeziehungen zwischen Eltern und Kindern sowie zwischen Geschwistern untereinander in der Mythologie und in der Geschichte der Menschheit eine relativ große Rolle.

Ein sehr bekanntes Beispiel aus der griechischen Mythologie ist Ödipus, der Sohn des Laos, König von Theben, und seiner Frau Iokaste. Entsprechend einem Spruch des Orakels von Delphi sollte Ödipus seinen Vater töten und seine Mutter heiraten. Tatsächlich erschlägt er als Erwachsener seinen Vater und heiratet seine Mutter, jedoch ohne zu wissen, dass es seine Eltern sind. In der Psychologie wurde in Bezug auf diese Sage das Krankheitsbild des Ödipuskomplexes definiert.

Auch in der Kunst wurde das Thema Inzest immer wieder thematisiert, wie zum Beispiel in dem Roman "Homo faber" von Max Frisch. Auch in Richard Wagners Oper "Die Walküre" kommt es zum Inzest zwischen den Zwillingen Siegmund und Sieglinde, wobei der Held Siegfried gezeugt wird.

Weiterlesen: Inzest: Medizinisches

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