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Nostradamus (Michel de Notredame)

Stand: 17. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Arzt, Mathematiker, Astrologe und Zukunftssager

* 14. Dezember 1503 in Saint-Rémy-de-Provence

† 2. Juli 1566 in Salon-de-Provence

Nostradamus ist den wenigsten Menschen als Arzt bekannt. Seine Bekanntheit rührt vielmehr aus seinem Vermächtnis an Zukunftsvorhersagungen her. Manche Menschen glauben, viele wichtige Ereignisse in seinen Weissagungen wiederzufinden.

Nostradamus wurde als Michel de Notredame am 14. Dezember 1503 in Saint-Rémy de Provence in Südfrankreich geboren. Michels Großvater mütterlicherseits, Jean de Saint-Rémy, unterrichtete den Jungen schon sehr früh in Latein, Griechisch, Hebräisch, Mathematik und Astrologie.

Im Alter von 15 Jahren reiste Nostradamus nach Avignon, um zu studieren. Von Avignon zog es ihn in die Hochtäler der Pyrenäen und von dort nach Montpellier, wo er zunächst Medizin studierte. 1525 ließ er sich als Arzt nieder und promovierte 1529. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Behandlungsmethoden wurde Michel de Notredame rasch bekannt und bekam den Ruf eines Heilers. Nostradamus praktizierte unter anderem in Agen und Lyon.

1535 heiratete Nostradamus. Seine Frau und die beiden gemeinsamen Kinder kamen jedoch im Rahmen der Pest-Epidemie ums Leben.

Nostradamus war königlicher Leibarzt des Königs Karl IX. und Katharina von Medici. Seine ersten Vorhersagen veröffentlichte er im Jahr 1550 in seinem ersten Almanach. Weitere Almanache erschienen in den folgenden Jahren. Dabei verschlüsselte Nostradamus seine Voraussagungen in gereimten Vierzeilern.

Am 2. Juli 1566 verstarb Nostradamus, der es zu einem hohen Ansehen gebracht hatte, in Salon-de-Provence in der Nähe von Aix-en-Provence an der Wassersucht. Seine sterblichen Überreste wurden in der Klosterkirche von Salon beigesetzt. Sein Grab wurde während der französischen Revolution in den Jahren 1789/91 geschändet. Seine endgültige Ruhestätte fand Nostradamus in der Kirche von St. Laurant.

Quellen:

Online-Informationen von Who's Who: http://www.whoswho.de (Abrufdatum: 17.03.2011)

Online-Informationen des Bibliographischen Instituts & F. A. Brockhaus AG: http://lexikon.meyers.de (Stand: August 2007)

Stand: 17. März 2011

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