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Johannes (Hans) Wilhelm GeigerStand: 22. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion Physiker* 30. September 1882 in Neustadt (an der Weinstraße) † 24. September 1945 in Potsdam Hans Geiger ist der Allgemeinheit vor allem durch das Geiger-Müller-Zählrohr bekannt. Dieses erstmals 1928 vorgeführte Gerät war zu seiner Zeit nicht nur ein wichtiges Messgerät der kernphysikalischen Forschung, sondern ist auch ein bis heute unentbehrliches Nachweisgerät radioaktiver Strahlen im täglichen nuklearmedizinischen Betrieb. Hans Geigers Arbeiten bilden die Basis für die meisten Meßmethoden medizinisch genutzter ionisierender Strahlen. 1902 nahm Hans Geiger in Erlangen das Studium der Mathematik und Physik auf, trat 1904 in das Institut von Eilhard Wiedemann ein und promovierte hier 1906 mit einer Arbeit über Strahlungs-, Temperatur- und Potentialmessungen in Entladungsröhren mit starken Strömen. 1906 ging Geiger zu Arthur Schuster nach Manchester und wechselte ein Jahr später in das Institut von Ernest Rutherford in Manchester, wo er mit den Forschungen auf dem Gebiet der Radioaktivität seine Lebensaufgabe fand. Hier wies Geiger 1907/1908 die statistische Natur des radioaktiven Zerfalls nach, was ihn 1908 zur Entwicklung des Proportionalzählrohrs zum Nachweis von Alphateilchen veranlasste. Geigers Arbeiten über das Wesen der Alphateilchen hatten großen Einfluss auf das 1911 von Rutherford aufgestellte Atommodell. Ende 1912 verließ Hans Geiger England, um eine Stelle an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin-Charlottenburg anzutreten (seit 1950: Physikalisch-Technische Bundesanstalt mit Hauptsitz in Braunschweig). Hier baute er eines der ersten Radiumlaboratorien auf, in dem er grundlegende Eich- und Prüfmethoden für die Kernphysik initiierte. 1913 entwickelte Hans Geiger hier das Spitzenzählrohr, mit dem auch die nur gering ionisierenden Betateilchen sicher nachgewiesen werden konnten. 1925 folgte Geiger einem Ruf an die Christian-Albrechts-Universität in Kiel, wo er als Professor für Experimentalphysik seine Hochschullaufbahn begann. Hier entwickelte er außedem mit dem Doktoranden Walther Müller das Geiger-Müller-Zählrohr. 1929 übernahm Geiger den Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Universität Tübingen und war von 1936 bis zu seinem Tod wieder in Berlin, wo er als Direktor des Physikalischen Instituts an der Technischen Hochschule in Charlottenburg den Lehrstuhl für Experimentalphysik inne hatte. Neben seinen Arbeiten auf den Gebieten der Radioaktivität und Kernphysik war Hans Geiger auch als Hochschullehrer tätig. Aufgrund seiner mitreißenden Experimentalvorlesungen gaben ihm seine Studenten den Spitznamen "Varieté-Geiger". Auch physikalisch-technisch interessierten Laien brachte er in verständlichen Fachbeiträgen und populärwissenschaftlichen Vorträgen die komplexen Sachverhalte der (damals) modernen Physik nahe. Quellen:Online-Informationen der Technischen Universität Berlin: www.tu-berlin.de (Stand: 17.09.2004) Stand: 13. November 2007 Das könnte Sie auch interessieren
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