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Vitamin C (Ascorbinsäure)

Funktion im Körper

Stand: 23. Mai 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Das Bild zeigt den Po einer jungen Frau.
Vitamin C unterstützt den Aufbau von Kollagen

Vitamin C erfüllt die unterschiedlichsten Aufgaben im Stoffwechsel des Menschen und ist an der Produktion von Bindegewebe, Zähnen, Zahnfleisch, Knochen und Gallensäure beteiligt. Außerdem schützt Vitamin C den Körper vor aggressiven sauerstoffhaltigen Verbindungen (freie Radikale) und hemmt unter anderem die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen.

All dies ist möglich, da das wasserlösliche Vitamin C (Ascorbinsäure) bei einer chemischen Reaktion im Körper sehr leicht Elektronen abgibt und somit andere Stoffe verändert. Man spricht in diesem Zusammenhang davon, dass Vitamin C ein starkes Reduktionsmittel ist.

Wichtigste Funktionen von Vitamin C (Ascorbinsäure) im Körper:

  • unterstützt den Aufbau von Kollagen (u.a. Teil des Bindegewebes)
  • schützt vor freien Radikalen
  • Synthese von Carnitin (wichtiger Bestandteil im Energiestoffwechsel)
  • baut Cholesterin zu Gallensäure ab
  • bildet das Hormons Noradrenalin aus Dopamin
  • verhindert die Nitrosaminbildung
  • verbessert die Eisenaufnahme im Dünndarm

Vitamin C unterstützt den Aufbau von Kollagen
Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil verschiedener Körperteile wie der Haut, des Bindegewebes sowie der Zähne und Knochen. Für die Kollagen-Produktion ist Vitamin C zwingend erforderlich. Vitamin C formt mithilfe der Eiweißbausteine Lysin und Prolin eine Vorläuferform des Kollagens, das sogenannte Prokollagen. Das Prokollagen wird anschließend im Körper in unterschiedliche Kollagenarten weiterverarbeitet und für den Aufbau verschiedener Gewebestrukturen genutzt.

Eine unzureichende Kollagenproduktion führt zu schwachen und brüchigen Stützgeweben und betrifft auch die Wände der Blutgefäße. Menschen mit einem schweren Vitamin-C-Mangel leiden deshalb an einer erhöhten Blutungsneigung – die Blutgerinnung ist davon jedoch nicht betroffen.

Vitamin C schützt vor freien Radikalen
Vitamin C schützt den Körper vor oxidativem Stress. Der Begriff "oxidativer Stress" bezeichnet einen Zustand im Körper, bei dem der Organismus hochreaktive sauerstoffhaltige Verbindungen (freie Radikale) nicht mehr ausreichend neutralisieren kann. Freie Radikale entstehen permanent durch Stoffwechselvorgänge in den Zellen und werden in geringen Mengen auch benötigt. Ozon, Luftverschmutzung, Rauchen, UV-Strahlen oder Umweltchemikalien steigern die Bildung freier Radikale allerdings deutlich. Im Köper können freie Radikale so zu Schädigungen des Gewebes oder des Erbguts (DNA) führen. Vitamin C reagiert anstelle der biologischen Strukturen mit den freien Radikalen und schützt den Körper somit vor oxidativem Stress.

Carnitinsynthese
Carnitin kommt praktisch in jeder Zelle des Körpers vor und wird entweder über die Nahrung zugeführt oder – wenn auch nur in geringen Mengen – vom Körper selbst gebildet. In den Zellen übt Carnitin eine Schlüsselfunktion in der Energiebereitstellung aus, da der Mensch ohne diese Substanz keine Fettsäuren verwerten und keine Energie aus ihnen gewinnen kann. Für die körpereigene Produktion von Carnitin (Carnitinbiosynthese) wird neben den Aminosäuren Lysin und Methionin vor allem Vitamin C benötigt. Bei Personen, die einen Vitamin-C-Mangel aufweisen und sich zudem fleischarm ernähren, können deshalb Carnitin-Mangelerscheinungen wie Erschöpfung, Müdigkeit und Muskelschwäche auftreten.

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