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Vitamin AVitamin-A-MangelStand: 5. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion Weltweit ist der Vitamin-A-Mangel weit verbreitet und stellt für die Bevölkerung von Entwicklungsländern eine große Bedrohung dar. Viele Menschen leiden dort unter mangelbedingten Augenbeschwerden, die bis zur Erblindung führen können. In Deutschland und anderen Industrieländern ist die Versorgung mit Vitamin A (Retinol) gut – ein Mangel ist hier die Ausnahme. Es gibt verschiedene Ursachen für einen Vitamin-A-Mangel:
Die empfohlene Menge Vitamin A, die täglich aufgenommen werden soll, wird in Deutschland im Durchschnitt sogar um circa 25 bis 30 Prozent überschritten. Eine Beeinträchtigung durch ein Zuviel an Vitamin A (sog. Hypervitaminose) droht in diesen Fällen allerdings nicht. Sie wäre erst dann zu erwarten, wenn mindestens das Dreifache der empfohlenen Menge eingenommen wird. Trotz der grundsätzlich guten Versorgung in Deutschland gibt es auch hier Risikogruppen für einen Vitamin-A-Mangel: Vor allem Schwangere und Stillende kommen hierfür infrage. Bei ihnen ist der tägliche Bedarf erhöht; sie sollten dies bei der Ernährung berücksichtigen. Man vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen Vitamin-A-Mangel und Krebs beziehungsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Grauem Star (Katarakt) gibt. Möglicherweise ist der Vitaminmangel einer der Mitauslöser dieser Krankheiten. Diabetes mellitus und Mukoviszidose können umgekehrt Auslöser für einen niedrigen Vitamin-A-Spiegel sein. Die Symptome eines Vitamin-A-Mangels sind ähnlich vielfältig wie die eigentlichen Funktionen des Vitamins. Ein Vitamin-A-Mangel macht sich oft erst nach einem Zeitraum von mehreren Monaten bemerkbar. Die Symptome können verschiedene Formen annehmen, wie beispielsweise eine gestörte Anpassung des Auges an Dunkelheit (Nachtblindheit) oder vermehrte Verhornung der Haut in Verbindung mit Akne. Bei starkem Vitamin-A-Mangel können sich weitere Symptome zeigen: Appetitlosigkeit, Wachstumsstörungen, Gewebeschäden, Infekte, Atemwegs- und Durchfallerkrankungen sowie das Austrocknen des äußeren Auges (Xerophthalmie), das bis zur Erblindung führen kann. Um den Mangel therapeutisch zu beheben, werden bei Erwachsenen Dosen zwischen 25.000 und maximal 150.000 Internationalen Einheiten Retinol pro Tag gegeben. Dies entspricht 7,5 bis 45 mg Retinol. In manchen Fällen wird Vitamin A auch zur Therapie bestimmter Krankheiten eingesetzt, also unabhängig von einem Mangelzustand. So wird es etwa bei Akne oder Schuppenflechte (Psoriasis) verordnet. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaVitamin A
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