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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 3. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Zu einem Niacinmangel kommt es im Rahmen normaler Ernährungsgewohnheiten normalerweise nicht. In der Regel liegt die Niacinaufnahme in Deutschland über der empfohlenen Zufuhr.
Ein Mangel kann bei Personen auftreten, deren Niacinbedarf erhöht ist, so zum Beispiel bei Schwangeren, Stillenden, Alkoholikern oder Rauchern. Auch bestimmte Stoffwechselerkrankungen, chronische Erkrankungen des Dünndarms und Leberschäden können zu einem Niacinmangel führen. Ebenso können eine sehr einseitige Ernährung, eine extreme Diät oder langes Fasten Mangelerscheinungen nach sich ziehen.
Niacin kann aus dem Eiweißbestandteil Tryptophan gewonnen werden. Da dieser in Mais kaum enthalten ist, tritt ein Niacinmangel häufig bei Bevölkerungsgruppen auf, die sich hauptsächlich von Mais ernähren.
Ein leichter Niacinmangel führt zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Darüber hinaus treten Beschwerden wie Nervosität, Reizbarkeit, Verdauungsstörungen sowie Mundtrockenheit und Brennen des Munds auf.
Ein ausgeprägter Niacinmangel entwickelt sich normalerweise nur dann, wenn die Nahrung hauptsächlich aus Lebensmitteln wie Mais oder Hirse besteht und wenn der Tryptophanstoffwechsel gestört ist. Es kommt dann zur Pellagra ( = raue Haut), welche sich in der so genannten 3-D-Symptomatik äußert:
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