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Biotin (Vitamin H)

Biotinlieferanten

Stand: 16. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Sehr viele Lebensmittel enthalten Biotin (Vitamin H) und sind gute Biotinlieferanten. Zu den reichhaltigsten Quellen gehören Leber, Niere, Sojabohnen, Milch, Eier und verschiedene Obst- und Gemüsesorten wie zum Beispiel Bananen, Spinat und Tomaten. Auch Walnüsse und Mandeln enthalten viel Biotin.

In vielen pflanzlichen Lebensmitteln ist Biotin in freier Form vorhanden. Bei tierischen Lebensmitteln und Hefe muss es erst durch die Verdauung aus Eiweißverbindungen gelöst werden, damit der Körper das Vitamin aufnehmen kann.

Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin. Aus diesem Grund sollte man Gemüse nicht zu lange im Wasser aufbewahren und beispielsweise das Kochwasser – wenn möglich " mitverwenden.

Die folgende Tabelle listet einige Nahrungsmittel und deren Biotingehalt auf:

Lebensmittel Biotingehalt in µg
pro 100g
Rinderleber 100,0
Schweineleber 30,0
Vollmilch 3,5
Hering 9,0
Bananen 5,0
Erdbeeren 3,0
Hühnerei 23,8
Tomaten 3,0
Erbsen 2,1

Biotinmangel

Ein Biotinmangel ist selten. Ernährt man sich ausgewogen und abwechslungsreich, nimmt man in der Regel auch ausreichend Biotin auf.

Folgende Personen sollten allerdings besonders darauf achten, ausreichend Biotin zu sich zu nehmen:

  • Stillende Mütter: In der Muttermilch ist Biotin nur in geringer Konzentration vorhanden. Zum Vergleich: Kuhmilch enthält etwa vier- bis achtmal soviel Biotin wie Muttermilch. Deswegen sollten Säuglinge nach ärztlicher Absprache während der Stillzeit eventuell mit Biotinzugaben versorgt werden.
  • Menschen mit Erbkrankheiten: Es gibt Gendefekte, die zu einem Mangel an Biotin führen können. Ein Beispiel ist der angeborener Mangel eines Enzyms (Biotinidase), welches für die Verwertung des Biotins im Körper wichtig ist.
  • Menschen mit übermäßigen Alkoholkonsum: Bei alkoholkranken Personen mit einer alkoholbedingten Leberzirrhose kann es zu einem Biotinmangel kommen.
  • Raucher: Der Konsum von Nikotin erhöht den Biotinverbrauch.
  • Menschen, die übermäßig viele rohe Eier essen: Im Eiklar ist Biotin an das Eiweiß Avidin gebunden. Der Körper ist nicht in der Lage, dass Biotin vom Avidin zu lösen. Das gelingt nur, wenn das Ei bei 100 Grad Celsius gekocht wird. Ernähren sich Menschen zu viel von rohen Eiern und nehmen gleichzeitig zu wenig andere biotinhaltige Nahrungsmittel zu sich, kann es langfristig zu Mangelerscheinungen kommen.

Auf einen Biotinmangel reagiert der Körper mit unterschiedlichen Symptomen. Zu den klassischen Beschwerden gehören:

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