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ZinkZinkpräparate(Stand: 17. Juni 2009) Zinkhaltige Arzneimittel können, sofern Zinkmangelzustände bestehen, auch ohne ärztliche Verschreibung (im Rahmen einer Selbstmedikation) angewendet werden. Es ist jedoch ratsamer, die Zinkzufuhr durch die Ernährung zu erhöhen. Wenn Zinkpräparate eingenommen werden, sollte die tägliche eingenommene Dosis nicht mehr als etwa 10 bis15 Milligramm betragen. Die Einnahme höherer Dosierungen sollte nur auf ärztlichen Rat erfolgen. Hierfür liegen in der Regel Erkrankungen oder andere Umstände vor, die eine größere Zinkzufuhr erfordern. Bei einigen Erkrankungen genügt häufig schon eine zeitlich begrenzte Zinkeinnahme, wie zum Beispiel bei Wundheilungsstörungen, Erkältungskrankheiten oder Haarausfall. Bei der Wahl des richtigen Zinkpräparats ist neben der geeigneten Zink-Dosis vor allem auf die Zusammensetzung zu achten. Sie beeinflusst die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit dem Zink vom Körper aufgenommen wird. Diese als Bioverfügbarkeit bezeichnete Eigenschaft hängt insbesondere davon ab, ob das Zink frei vorliegt oder an ausgewählte Substanzen wie zum Beispiel bestimmte Aminosäuren gekoppelt ist. Zu diesen Aminosäuren zählen Glutaminsäure, Glycin und Histidin. Eine Kopplung des Zinks, zum Beispiel in Form eines Zink-Histidin-Komplexes, erleichtert dessen Aufnahme durch den Körper. Ob schwangere oder stillende Frauen zusätzlich Zinkpräparate benötigen, sollte der Gynäkologe entscheiden. Gerade in Schwangerschaft und Stillzeit ist eine vernünftige Ernährung oberstes Gebot und sollte im Vordergrund stehen. Eine Ausnahme bildet hier die zusätzliche Einnahme von Jod, Eisen, Magnesium oder Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, wobei Folsäure grundsätzlich jede Frau in der Frühschwangerschaft einnehmen sollte. Wenn Zinkpräparate nicht überdosiert werden, sind Nebenwirkungen selten. Eine längerfristige Einnahme größerer Zinkmengen (mehr als 50 mg pro Tag) kann aber zu Störungen des Eisen- und Kupferhaushalts führen. Die gleichzeitige Zufuhr von eisen- oder kupferhaltigen Arzneimitteln vermindert die Aufnahme von Zink in den Körper. Zink wiederum verschlechtert die Aufnahme des Kupfers, das mit der Nahrung zugeführt wird. Es gibt auch Medikamente, die zu einer verminderten Aufnahme von Zink führen. Hierzu gehören einige Antibiotika, wie zum Beispiel Ciprofloxacin, Enoxacin, Norfloxacin und Tetrazykline. Bei schweren Nierenschäden oder akutem Nierenversagen, dürfen keine Zinkpräparate eingenommen werden. Weiterlesen: Zink: Weitere Informationen Autor: Onmeda Redaktion Das könnte Sie auch interessieren
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