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Eisen

Eisenpräparate

Stand: 23. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Um möglichen Erkrankungen durch einen Eisenmangel vorzubeugen, ist es in manchen Fällen erforderlich, zusätzlich Eisen mittels Eisenpräparaten zu sich zu nehmen. Diese Präparate sollten aber nur über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden, weil es bei gesunden Personen nach dem Auffüllen der Eisenspeicher nicht notwendig ist, dauerhaft Eisen in Form von Arzneimitteln zuzuführen.

Eisenhaltige Arzneimittel oder Eisenpräparate unterliegen nicht grundsätzlich der Apothekenpflicht und können somit auch außerhalb von Apotheken in Drogerien, Reformhäusern oder Supermärkten erworben werden. Es gibt jedoch eine Reihe apothekenpflichtiger Eisenpräparate, die bei einem ärztlich festgestellten Eisenmangel auch von den Ärzten verordnet werden. Zusätzlich gibt es verschreibungspflichtige eisenhaltige Injektions- oder Infusionslösungen.

Wenn in der Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch ein Eisenmangel festgestellt wird, werden häufig Eisenpräparate verordnet, die zusätzlich Folsäure enthalten.

Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von eisenhaltigen Präparaten können Nebenwirkungen auftreten. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts wie beispielsweise:

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Die genannten Beschwerden sind in der Regel nicht schwerwiegend, aber trotzdem häufig ein Grund für einen Abbruch der Therapie. Daher sollte sich jeder, der bei der Einnahme von Eisen unter Nebenwirkungen leidet, von einem Arzt oder einem Apotheker beraten lassen, damit ein möglichst verträgliches Arzneimittel ausgewählt werden kann. So gibt es beispielsweise Brausetabletten, die den Magen weniger belasten, oder auch Kapseln, die sich erst im Darm auflösen. Zur Vorbeugung einer Verstopfung hilft oft schon eine erhöhte Trinkmenge, wobei hier in erster Linie Wasser zu empfehlen ist.

Wechselwirkungen

Bei der Einnahme von Eisenpräparaten sollten auch mögliche Wechselwirkungen beachtet werden. So können die Präparate dazu führen, dass andere Arzneimittel schlechter aufgenommen werden und dadurch vermindert wirken. Bei den Arzneimitteln, die durch eine gleichzeitige Einnahme von Eisen in ihrer Wirksamkeit vermindert wirken können, handelt es sich zum Beispiel um das Antirheumatikum Penicillamin oder die Antibiotika Ciprofloxacin sowie Tetrazykline. Andererseits können aber auch Arzneimittel oder Lebensmittel zu einer verminderten Aufnahme des Eisens führen. Zu diesen gehören säurebindende Mittel (Antazida), die Aluminium, Magnesium oder Kalzium enthalten, und bei den Lebensmitteln Tee, Kaffee und Milch.

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