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Kalium

Kaliumhaltige Arzneimittel

Stand: 15. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Gesunde Menschen müssen kein zusätzliches Kalium aufnehmen. Kaliumhaltige Arzneimittel sollten nur eingenommen werden, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht und eine ärztliche Empfehlung vorliegt. Beispiele hierfür sind eine ausgeprägter Kaliummangel (Hypokaliämie) sowie von den Nerven und Muskeln ausgehende (neuromuskuläre) Störungen oder Herzrhythmusstörungen aufgrund eines Kaliummangels.

Kaliumhaltige Arzneimittel können eingesetzt werden, um einem Kaliummangel bei einer Übersäuerung des Bluts vorzubeugen. Eine solche Übersäuerung kann zum Beispiel bei Diabetes mellitus vorkommen. Sie heißt Ketoazidose und ist Folge eines vermehrten Fettabbaus. Auch Nierensteine werden mit kaliumhaltigen Arzneimitteln behandelt.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Bei Krankheiten, die häufig mit einer erhöhten Kaliumkonzentration verbunden sind, wie zum Beispiel bei eingeschränkter Nierenfunktion, Austrocknung (Dehydratation) oder Morbus Addison (eine Erkrankung der Nebenniere) sollten keine kaliumhaltigen Arzneimittel eingenommen werden.

Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Kaliumpräparaten auftreten können, sind:

Bei der Einnahme von Präparaten, bei denen Kalium verzögert über einen längeren Zeitraum freigesetzt wird (sog. Retardzubereitungen), kann es zu Geschwüren an der Magenschleimhaut und zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt kommen.

Wenn Kalium zusätzlich mit anderen Medikamenten eingenommen wird, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Es sollte besonders beachtet werden, dass Kalium die Wirkung von Herzglykosiden vermindert. Andererseits können andere Arzneimittel zu einer erhöhten Kaliumkonzentration im Blut führen. Beispiele hierfür sind kaliumsparende entwässernde Medikamente (Diuretika) wie etwa Aldosteron-Antagonisten, ACE-Hemmer sowie nierenschädigende Arzneimittel wie Cisplatin und Antibiotika wie Aminoglykoside.

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