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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 9. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Ein Chloridmangel kommt sehr selten vor. Durch anhaltendes Erbrechen oder starken Durchfall können Verluste von Chloriden entstehen. Auch starkes Schwitzen kann zu einem Mangel an Chlorid führen.
Ein Chloridmangel führt in der Regel zu Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Der pH-Wert steigt an und es entwickelt sich eine so genannte Alkalose. Mögliche Symptome sind eine flache Atmung, Muskelkrämpfe und Herzfunktionsstörungen. Ebenso können Muskelschwäche oder Wachstumsstörungen als Folge eines Chloridmangels auftreten.
Die Symptome eines Chloridmangels ähneln denen eines Natriummangels.
Die tägliche Nahrung enthält in der Regel bereits eine große Menge Chlorid in Form von Natriumchlorid (Speisesalz) und wird häufig noch zusätzlich nachgesalzen. Dadurch überschreitet die Chlorid-Aufnahme in den westlichen Industrieländern bei den meisten Menschen den täglichen Bedarf deutlich. Bei einer Überdosierung wird überschüssiges Chlorid im Allgemeinen durch den Urin und durch Schwitzen wieder ausgeschieden. Ein hoher Salzkonsum kann jedoch zu Bluthochdruck führen oder ihn verstärken.
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