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Kreatin (Creatin)

Stand: 30. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Kreatin (Creatin) ist eine Säure, die an Stoffwechselprozessen im arbeitenden Muskel beteiligt ist. Zum einen dient sie als Energiespeicher, zum anderen führt sie die gespeicherte Energie bei Belastung den Muskeln zu. Kreatin entsteht in der Niere, in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse aus den Aminosäuren Glycin, Methionin und Arginin. Als natürlicher Nährstoff kommt Kreatin vor allem in Fisch und Fleisch vor, pflanzliche Lebensmittel sind weniger kreatinhaltig.

Der menschliche Körper enthält je nach Körpergewicht etwa 120 Gramm Kreatin – davon befinden sich 95 Prozent in der Skelettmuskulatur. Die restlichen 5 Prozent verteilen sich auf Gehirn, Herzmuskel und beim Mann auch auf den Hoden. 2 Gramm des Kreatins werden täglich über den Urin ausgeschieden. Diesen Verlust gleicht der Körper über kreatinhaltige Nahrungsmittel und über die körpereigene Kreatin-Herstellung in Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse wieder aus.

Viel Kreatin ist zum Beispiel enthalten in:

  • Hering
  • Schweinefleisch
  • Rindfleisch
  • Lachs
  • Thunfisch
  • Kabeljau
Das Bild zeigt eine Frau beim Sprint.
Bei kurzen intensiven Kraftleistungen verbrauchen Muskeln viel Energie.

Kreatin dient in Verbindung mit Phosphat als schnell verfügbare Energiereserve bei kurzen schnellen Kraftleistungen wie zum Beispiel bei einem 100-Meter-Sprint.

Die wichtigste Energiequelle, auf die der Körper bei intensiven schnellen Muskelkontraktionen als Erstes direkt zurückgreift, ist die körpereigene Energiespeichersubstanz ATP (Adenosintriphosphat). Diese wird bei intensivem Kraftaufwand in ADP (Adenosindiphosphat) und Phosphorsäure gespalten. Dies setzt Energie frei. Der ATP-Vorrat in den Muskelzellen reicht bei starker Belastung jedoch nur für wenige Muskelkontraktionen aus und ist bereits nach zwei bis drei Sekunden aufgebraucht, sodass der Körper noch während der Bewegung für Nachschub sorgen muss.

Um neues ATP zu bilden, greift der Körper in Abhängigkeit von Dauer und Intensität des Kraftaufwands auf verschiedene Nährstoffquellen und Energiereserven zurück. Bei hoher Belastung ist Kreatin-Phosphat die schnellste ohne die Beteiligung von Sauerstoff verfügbare Energiequelle. Kreatin-Phosphat entsteht aus Kreatin, das der Körper mit der Nahrung aufnimmt und über die Leber in die Skelettmuskulatur transportiert. Dort wird Kreatin durch das Enzym Kreatinkinase mit Phosphat zu Kreatin-Phosphat verbunden und gespeichert.

Bei Bedarf geht die energiereiche Phosphatgruppe des Kreatin-Phosphats auf das Adenosindiphosphat über, wodurch dieses wieder zu ATP wird. Der Effekt: Der Muskelzelle steht innerhalb kürzester Zeit neue Energie zur Verfügung. Die Aufgabe von Kreatin besteht also darin, energiereiches Phosphat zu transportieren.

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Kreatin (Creatin)

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