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Kohlenhydrate (Zucker)

Einteilung der Kohlenhydrate

Stand: 24. Juni 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Kohlenhydrate (Zucker) werden nach der Anzahl ihrer Zuckerbausteine eingeteilt.

Einfachzucker (Monosaccharide)

Zu den Einfachzuckern gehören Traubenzucker (Glukose), Fruchtzucker (Fruktose) sowie Schleimzucker (Galaktose). Sie werden als Einfachzucker bezeichnet, weil sie aus einem Zuckermolekül bestehen. Einfachzucker sind die Bausteine der Zwei- und Mehrfachzucker.

Zweifachzucker (Disaccharide)

Die Zweifachzucker bestehen aus zwei Einfachzuckermolekülen. Zu ihnen gehört zum Beispiel der Milchzucker (Laktose). Er besteht aus je einem Molekül Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose). Laktose ist für viele Menschen der Weltbevölkerung schwer verträglich. So ist ein großer Teil der Asiaten von einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) betroffen. Zu den Zweifachzuckern gehören auch der im Bier enthaltene Malzzucker (Maltose) sowie der Rohr- oder Rübenzucker (Saccharose). Saccharose wird vorwiegend als Haushaltszucker benutzt.

Einfach- und Zweifachzucker findet man vor allem in Lebensmitteln wie Schokolade, Limonade, Marmelade und Honig; also in Nahrungsmitteln, die sehr süß schmecken.

Oligosaccharide

Oligosaccharide bestehen aus drei bis neun Einfachzuckermolekülen. Beispiele sind die Stachyose und Verbascose. Sie kommen vor allem in Hülsenfrüchten wie Erbsen und Bohnen vor. Die typischen Blähungen nach dem Verzehr von Bohnen entstehen durch den Verdauungsprozess der Stachyose und Verbascose im Dickdarm.

Mehrfachzucker (Polysaccharide)

Mehrfachzucker (Polysaccharide) bestehen aus mindestens zehn Einfachzuckermolekülen. Zu ihnen gehört die Stärke. Sie ist für die Energiegewinnung des Körpers eine besonders bedeutende Zuckerform. Vor allem Pflanzen wie Kartoffeln, Gemüse und Getreide sowie Getreideprodukte (Brot, Reis) enthalten Kohlenhydrate in Form von Stärke.

Dextrine entstehen bei der Spaltung von Stärke durch die Verdauung und gehören ebenfalls zu den Mehrfachzuckern.

Als Glykogen bezeichnet man die Speicherform des Traubenzuckers (Glukose) im menschlichen und tierischen Körper. Glykogen entsteht, wenn mehr Traubenzucker im Blut vorhanden ist als für die Energiegewinnung nötig ist. Der Körper wandelt in dieser Situation Einfachzucker (Glukose) in Glykogen um und speichert dieses in der Leber und in den Muskeln.

Ballaststoffe sind chemisch gesehen ebenfalls Mehrfachzucker. Sie sind unverdaulich, haben aber trotzdem wichtige Funktionen im Körper: Sie fördern die Verdauung und helfen zum Beispiel Verstopfung, Übergewicht, (Adipositas) und möglicherweise auch Dickdarmkrebs vorzubeugen. Ballaststoffe sind meist Teil der Außenzellwände beziehungsweise Schalen pflanzlicher Nahrungsmittel. Vollkornprodukte enthalten deswegen viele Ballaststoffe, da ihre Zellwände nicht durch die Weiterverarbeitung nach der Ernte zerstört werden.

Zuckerform Beispiele
Einfachzucker (Monosaccharide) Traubenzucker (Glukose)
Fruchtzucker (Fruktose)
Schleimzucker (Galaktose)
Zweifachzucker (Disaccharide) Haushaltszucker (Saccharose)
Milchzucker (Laktose)
Maltose (Malzzucker)
Oligosaccharide Raffinose
Stachyose
Verbascose
Mehrfachzucker (Polysaccharide) Stärke
Dextrine
Glykogen
Ballaststoffe

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