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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
Forum Ernährung & Diäten
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Stand: 8. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index (GI) verhindern die Entstehung hoher Blutzuckerkonzentrationen (Blutzuckerspitzen). Diabetiker sollten solche Lebensmittel bevorzugen. Die Berücksichtigung des GI von Nahrungsmitteln scheint auch andere gesundheitsfördernde Aspekte zu besitzen, wie beispielsweise eine günstige Beeinflussung von Risikofaktoren für eine Arterienverkalkung.
Eine Kost mit niedrigem glykämischen Index hat im Vergleich zu einer Ernährung mit hohem GI nicht nur für Diabetiker, sondern auch für Nicht-Diabetiker einige Vorteile:
Nach Mahlzeiten mit einem niedrigen glykämischen Index (GI) ist das Sättigungsgefühl größer und hält länger an. Ein erneutes Hungergefühl tritt erst später auf; dadurch wird insgesamt weniger Nahrung aufgenommen als nach Diäten mit hohem GI. Der Hauptgrund hierfür mag darin liegen, dass vor allem nach Mahlzeiten mit hohem GI vermehrt das blutzuckersenkende Hormon Insulin und weniger des blutzuckersteigernden Hormons Glukagon ausgeschüttet wird. Apfelsaft ist zum Beispiel viel weniger sättigend als eine vom Energiewert (in Kilokalorien gemessen) gleiche Menge an püriertem Apfel oder ganzem Apfel, wobei der Letztere am besten sättigt. Dieser Effekt wird auf die unterschiedliche Zusammensetzung der Kohlenhydrate zurückgeführt, wobei das Vorhandensein von intakten Ballaststoffen maßgeblich ist. Ähnliche Unterschiede sind auch bei einem Vergleich zwischen ganzen Orangen beziehungsweise Grapefruits im Vergleich zu deren Säften feststellbar.
Neuerdings werden Diäten mit niedrigem glykämischen Index auch mit Gewichtsabnahme in Verbindung gebracht. Bei übergewichtigen Kindern führt eine Diät mit niedrigem GI über etwa 4 Monate (nach Belieben eingenommen) zu einer deutlich besseren Gewichtsabnahme als eine reine fettreduzierte Diät. Zu bedenken ist jedoch, dass Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index viele Nahrungsfasern enthalten, so dass es manchmal schwierig ist zu unterscheiden, ob die Gewichtsabnahme durch den GI oder durch die Nahrungsfasern hervorgerufen wird.
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