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Omega-3-Fettsäuren

Wirkung

Stand: 11. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Omega-3-Fettsäuren erfüllen wichtige Funktionen im Körper des Menschen und sind in allen Körperzellen enthalten. Besonders große Mengen an Omega-3-Fettsäuren findet man jedoch in den Zellen des Gehirns. Sie sind Bestandteil der Zellwände und bedeutsam für die Bildung von Nervenzellen. Auch auf die Sehfunktion wirken sich Omega-3-Fettsäuren positiv aus. In der Netzhaut der Augen macht DHA etwa 60 Prozent aller Fettsäuren aus.

Omega-3-Fettsäuren haben verschiedene positive Wirkungen auf die Gesundheit, wie zum Beispiel:

Gehirnstruktur und Gehirnfunktion

Omega-3-Fettsäuren sind für die Entwicklung des Gehirns beim ungeborenen Kind, aber auch Klein- und Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen wichtig dafür, dass das Gehirn "normal" funktionieren kann. Das zeigt sich schon darin, dass etwa 40 Prozent der Fettsäuren im Gehirn von der Omega-3-Fettsäure DHA ausgemacht werden. Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf die Zellmembranen im Gehirn aus und fördern die Kommunikationsfähigkeit der Nervenzellen, also deren Fähigkeit, Signale zu übertragen.

Nicht nur gesunde Kinder und Erwachsene unterstützt eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren dabei, dass das Gehirn so arbeiten kann, wie es soll. Zwar ist die Datenlage teilweise nicht ganz eindeutig – verschiedene Studien weisen allerdings darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren sich bei bestimmten Erkrankungen positiv auswirken können. So etwa bei Krankheiten, die die Informationsverarbeitung im Gehirn beeinträchtigen, wie zum Beispiel ADHS, Legasthenie oder bipolare Störungen (manisch-depressive Erkrankungen): Hier scheinen Omega-3-Fettsäuren die Symptome lindern zu können. Bei Kindern mit ADHS verbessern Omega-3-Fettsäuren möglicherweise die Denkfähigkeit und das Verhalten. Ob dies wirklich so ist, muss jedoch noch durch weitere Studien bestätigt werden. Omega-3-Fettsäuren können nach dem bisherigen Wissensstand keinesfalls eine medizinische Therapie ersetzen, möglicherweise aber in einigen Fällen dabei helfen, die Beschwerden zu verbessern.

Lernen

Omega-3-Fettsäuren scheinen bei Kindern wichtig für die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit zu sein und sich bei Schulkindern positiv auf die sprachlichen Fähigkeiten wie etwa Lesen und Rechtschreibung auszuwirken. Eine Studie an gesunden Schulkindern zeigt, dass Kinder bei optimaler Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren in der Schule unter anderem aufmerksamer, ruhiger und rücksichtsvoller gegenüber anderen sind. Kinder profitieren von Omega-3-Fettsäuren also möglicherweise hinsichtlich des Lernverhaltens.

Andere Wissenschaftler untersuchten mithilfe der Magnetresonanztomographie (MRT), wie sich Omega-3-Fettsäuren auf die Gehirnaktivität von gesunden Kindern auswirken. Dabei zeigte sich, dass bei Kindern, die Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, bestimmte Gehirnregionen aktiver waren, die mit dem Lernen in Zusammenhang stehen. Diese Ergebnisse müssen jedoch noch durch weitere Studien bestätigt werden.

Hohe Triglyceridwerte

Wer hohe Triglyceridwerte im Blut hat, dessen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie eine Thrombose oder Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) steigt. Nimmt man mit der Nahrung weniger gesättigte tierische Fette (wie in Butter, Wurst und Fleisch) und dafür mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich, kann man die Triglyceridwerte senken beziehungsweise verbessern.

Herzerkrankungen

Gesunde Menschen haben bei ausreichender Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren wahrscheinlich ein niedrigeres Risiko für Herzerkrankungen. Liegt bereits eine Herzerkrankung vor, können Omega-3-Fettsäuren sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit auswirken und zum Beispiel das Herzinfarktrisiko senken.

Bluthochdruck

Omega-3-Fettsäuren können bei bestehendem Bluthochdruck blutdrucksenkend wirken und dadurch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Betroffene mit Bluthochdruck, die bereits Medikamente deswegen nehmen, sollten eine Einnahme von Omega-3-Fettsäuren jedoch vorab mit ihrem Arzt besprechen, da der Blutdruck sonst unter Umständen zu stark gesenkt wird. Auf gesunde Blutdruckwerte haben Omega-3-Fettsäuren in den empfohlenen Mengen dagegen normalerweise keinen Einfluss.

Hohe Cholesterinwerte

Studien zufolge wirken sich Omega-3-Fettsäuren möglicherweise günstig auf den Cholesterinspiegel aus und helfen dabei, hohe LDL-Cholesterinwerte (das "schlechte" Cholesterin) zu senken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Essen Schwangere mindestens einmal pro Woche Fische beziehungsweise nehmen ausreichend Omega-3-Fettsäuren zu sich, kann dies das Risiko einer Frühgeburt reduzieren beziehungsweise die Schwangerschaftsdauer verlängern und das Geburtsgewicht des Kindes erhöhen.

In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft wird der Fötos mit besonders viel DHA (Docosahexaensäure) versorgt, sofern die werdende Mutter genug Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt. Nach der Geburt erhält der Säugling über die Muttermilch weiterhin Omega-3-Fettsäuren – dabei hängt der Gehalt in der Muttermilch von der Ernährung der Mutter ab. Auch in der Stillzeit sind Omega-3-Fettsäuren für die Entwicklung des kindlichen Gehirns wichtig.

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