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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 27. Dezember 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Hinsichtlich ihrer Wirkung unterscheiden Ernährungswissenschaftler lösliche und unlösliche Ballaststoffe:
Lösliche Ballaststoffe wie Guar, Pektin, Carrageen und Agar-Agar sind besonders in Obst und Gemüse sowie in Hafer enthalten. Im Dickdarm binden sie sich an Gallensäuren, die dadurch mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Um neue Gallensäuren zu bilden, verwertet der Körper Cholesterin – als Folge sinkt der Cholesterinspiegel im Blut. Außerdem entstehen beim bakteriellen Abbau der Ballaststoffe im Dickdarm bestimmte Spaltprodukte, welche die Cholesterinsynthese in der Leber hemmen.
Gerade bei der Ernährung von Diabetikern spielen lösliche Ballaststoffe eine wichtige Rolle: Nach einer Mahlzeit verhindern sie ein zu rasches Ansteigen der Blutzuckerwerte.
Löslichen Ballaststoffe sind zum Beispiel enthalten in:
Unlösliche Ballaststoffe wie Lignin, Zellulose und Hemizellulose stecken vor allem in den Randschichten von Getreidekörnern, also in Vollkorngetreide und Vollkornprodukten. Im Dickdarm binden sie Wasser und quellen auf. Zusätzlich bilden sie die Nahrungsgrundlage für die Bakterien der Darmflora. Diese können sich so vermehren und stellen große Mengen an Stoffwechselprodukten her. Dank der unlöslichen Ballaststoffe füllt sich der Darm, was wiederum die Darmbewegung anregt: Der Stuhl wird insgesamt lockerer und schneller ausgeschieden.
Unlösliche Ballaststoffe sind unter anderem enthalten in:
Eine ballaststoffreiche Ernährung fördert eine geregelte Verdauung, soll das Dickdarmkrebsrisiko senken und kann vor einer Reihe weiterer Erkrankungen des Enddarms schützen (z.B. Hämorrhoiden).
Nachteilig kann sich theoretisch auswirken, dass Ballaststoffe zum Teil die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen hemmen. Wer jedoch Vollkornprodukten in normalen Mengen verzehrt, dessen Körper erhält normalerweise trotzdem mehr als genug Mineralstoffe – eine Mangelaufnahme ist hier nicht zu befürchteten. Nur wenn isolierte Ballaststoffe (z.B. Weizenkleie) in großen Mengen aufgenommen werden, können Probleme bei der Mineralstoffversorgung mit Zink, Kalzium, Eisen und Magnesium auftreten.
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