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Stand: 31. Oktober 2008Autor: Onmeda-Redaktion
Unter Organmanifestation versteht man die Erscheinungsform einer Krankheit an bestimmten Organen. Eine vorerst nicht auf einen Ort beschränkte Entzündung kann sich an bestimmten Organen wie zum Beispiel den Nieren manifestieren. Das heißt, sie befällt die Niere und verursacht für dieses Organ typische Krankheitssymptome.
Petechien (ital. petecchie = "Blut-, Fieberflecken") sind kleine rote oder braune stecknadelkopfgroße Flecken in der Haut. Es handelt sich um punktförmige Blutungen in die Unterhaut, die durch Lecks in sehr kleinen Blutgefäßen (Kapillaren) entstehen. Sie sind ein Warnsymptom beispielsweise für eine Meningokokken-Sepsis (Blutvergiftung), weil sie relativ früh im Verlauf der Erkrankung auftreten.
Das pfeiffersche Drüsenfieber, auch Mononucleosis infectiosa genannt, ist eine Viruserkrankung. Es wird durch das Epstein-Barr-Virus ausgelöst und tritt vor allem bei älteren Kindern und jungen Erwachsenen auf. Die Krankheit trägt im englischen Volksmund auch den Namen kissing disease (Kusskrankheit), weil die Übertragung häufig durch Speicheltröpfchen oder direkten Schleimhautkontakt übertragen wird. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und typischen, derben Lymphknotenschwellungen am ganzen Körper. Die Krankheit verläuft meist ohne Komplikationen und heilt nach Tagen, manchmal auch nach Wochen vollständig aus. Sie hinterlässt eine lebenslange Immunität, das heißt man erkrankt an ihr kein zweites Mal.
Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) sind eine Gruppe von Bakterien, die den Nasen-Rachen-Raum besiedeln. Bei 50 Prozent der Bevölkerung kann das Bakterium nachgewiesen werden, ohne dass die befallenen Personen Symptome einer Krankheit zeigen. Vor allem bei Kindern und immungeschwächten Personen können Pneumokokken aber Infektionskrankheiten wie Mittelohrentzündung (Otitis media), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Lungenentzündung (Pneumonie) oder Hirnhautentzündung (Meningitis) verursachen. Penicillin ist gegen die meisten Pneumokokkenstämme gut wirksam.
Einige Bakterien, zum Beispiel Meningokokken, produzieren zum Schutz vor widrigen Umwelteinflüssen und um der Abwehrreaktion des Körpers zu widerstehen eine Kapsel. Diese Kapsel kann aus Polysacchariden (griech. polys = "viel" und sákchar = "Zucker") bestehen. Polysaccharide sind Kohlenhydrate, die durch die Verknüpfung von mehr als 20 Zuckerbausteinen entstehen. Die Kapsel ist unter dem Mikroskop zu sehen und kann dem Arzt helfen, das Bakterium zu identifizieren und die richtige Behandlung einzuleiten.
Als Prodromalstadium (von griechisch "pródromos": "der Vorläufer") bezeichnet man das Vorläuferstadium einer Erkrankung. Oft sind im Prodromalstadium spezifische Zeichen vorhanden, die auf den Ausbruch der Erkrankung hinweisen. Zum Beispiel können Petechien Prodromalzeichen eines septischen Schocks sein.
Als Prophylaxe (lat. pro = "vor", "zuvor"; und griech. phyláttein = "behüten", "beschützen") bezeichnet man die Verhütung von Krankheiten durch Vorbeugung.
Prävention leitet sich vom lateinischen Wort praevenire ab, das mit "zuvorkommen" übersetzt werden kann. Die Prävention ist eine vorbeugende Maßnahme. Man unterscheidet drei Formen der Prävention.
1. Die Primärprävention
Durch die Primärprävention werden als gesundheitsschädlich geltende Faktoren ausgeschaltet. Zum Beispiel ist die Rauchfreiheit eine primärpräventive Maßnahme. Sie beugt Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen vor.
2. Die Sekundärprävention
Die Sekundärprävention soll sicherstellen, dass Erkrankungen bereits sehr früh erkannt werden, also dann, wenn sie sich noch in einem gut behandelbaren Stadium befinden. Zur Sekundärprävention gehören zum Beispiel die Vorsorgeuntersuchungen.
3. Die Tertiärprävention
Durch die Tertiärprävention werden Krankheitsfolgen ausgeglichen. Rehabilitationsmaßnahmen gehören in zu den tertiärpräventiven Maßnahmen.
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