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Prionen

Stand: 10. Mai 2007Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Prionen (PrPSc) sind keine Krankheitserreger im klassischen Sinne. Sie unterscheiden sich wesentlich von Viren und Bakterien, da sie kein eigenes Erbmaterial (Gene) enthalten. Sie überstehen Hitze von 100° C, Chemikalien und viele Desinfektionsmittel. Im Boden können sie sogar Jahre überdauern.

Kühe

Prionen (PrPSc) sind Eiweiße, die möglicherweise durch Genveränderungen oder Infektion aus den körpereigenen Prion-Eiweißen (PrPC) gebildet werden. Sie wurden erstmals Mitte des 20. Jahrhunderts von Stanley Prusiner beschrieben. Der Begriff Prionen ist eine Kurzform für den englischen Begriff „proteinaceous infectious particle“, (eiweißartiger ansteckender Partikel).

Prionen (PrPSc) unterscheiden sich von den natürlichen Prion-Eiweißen (PrPC) durch eine zum Teil veränderte Abfolge von Aminosäuren. Dadurch besitzen sie eine andere Faltung und eine abweichende räumliche Struktur. Diese fehlgeformten Prionen können in weiterer Folge zur Schädigung des Hirngewebes führen. Dort entstehen schwammartige Löcher, die bei Betroffenen zu degenerativen Erscheinungen führen.

Prion-Eiweiße (PrPC) werden von jedem menschlichen Körper gebildet. Sie kommen vor allem in Geweben des Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) und des Abwehrsystems (Lymphknoten und Milz) vor.

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