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Mücken und Mückenstiche

Mücken als Krankheitsüberträger

Stand: 18. April 2008Autor: Onmeda-Redaktion

Stechmücken, die in Deutschland und im übrigen Mitteleuropa vorkommenden, gelten nur als lästige Zeitgenossen, nicht als Krankheitsüberträger. Die gefährlichen Mückensorten leben hauptsächlich in Afrika, Ostasien, Mittel- und Südamerika, wie beispielsweise die Anophelesmücke (Anopheles gambiae), die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und die so genannte Tigermücke (Aedes albopticus). Aufgrund der Klimaerwärmung kommt es jedoch immer häufiger auch zu tropischen Infektionskrankheiten im Süden Europas.

Malaria

Die Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit, an der Schätzungen zufolge weltweit zwischen 300 und 500 Millionen Menschen jährlich erkranken. Besonders gefährlich ist die Anophelesmücke (Anopheles gambiae) als Überträger der Malaria. Es gibt insgesamt vier verschiedene Malariaerreger, die unterschiedliche Formen der Erkrankung hervorrufen. Der Entwicklungszyklus aller Malariaparasiten unterteilt sich in einen geschlechtlichen Zyklus, der in der Überträgermücke stattfindet, und einen ungeschlechtlichen Zyklus, der im Menschen abläuft. Der geschlechtliche Zyklus verläuft bei allen Malariaparasiten in gleicher Art und Weise. In der Anophelesmücke vereinigen sich die weiblichen und männlichen Plasmodien, die Gameten. Dazu muss die Mücke bei einem Saugakt die Vorstufen dieser Gameten, die Gametozyten, von einem infizierten Menschen aufnehmen. Im Magen der Mücke befruchten die männlichen Gameten die weiblichen Gameten. Der Entwicklungszyklus in der Anophelesmücke dauert in Abhängigkeit von der Außentemperatur zwischen acht und 16 Tagen. Die letzte Entwicklungsphase des Malariaparasiten in der Anophelesmücke gelangt beim nächsten Saugakt während des Mückenstichs aus den Speicheldrüsen der Mücke in das Blut des Menschen und tritt dort in den ungeschlechtlichen Entwicklungszyklus ein.

Dengue-Fieber

Auch das Dengue-Fieber wird durch Mückenstiche übertragen. Das Dengue-Fieber ist eine in den Tropen weltweit verbreitete Virusinfektion mit mehreren Millionen jährlicher Erkrankungsfälle. Die Übertragung erfolgt vorwiegend durch die Stiche der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti), aber auch die Tigermücke (Aedes albopticus) und verschiedene andere Mücken aus dieser Gattung können das Dengue-Fieber übertragen.

Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis ist eine durch Viren ausgelöste Infektionserkrankung, die zu entzündlichen Reaktionen im zentralen Nervensystem, insbesondere im Gehirngewebe, führt. Die Übertragung der Viren erfolgt durch bestimmte Stechmücken, die besonders in den Feuchtlandschaften Ostasiens weit verbreitet sind.

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