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DNA-Viren

Papillomaviridae

(Stand: 1. Februar 2007)

Zur Familie der Papillomaviridae gehören die so genannten Warzenviren bei Menschen und Tieren. Sie werden unterteilt die zwei Gattungen Papillomviren und Polyomaviren. Diese Viren sind kubisch, hüllenlos und enthalten eine doppelsträngige DNA. Sie sind weltweit verbreitet und kommen bei allen Säugentieren, vor allem bei Menschen, Affen, Nagern und Rindern vor. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Sie können Epithelzellen transformieren und gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Zellwucherungen (Tumoren) verursachen.

Papillomvirus

Papillomviren befallen nur Epithelzellen und infizieren nur einen bestimmten Wirt (Wirtspezifität). Die Übertragung erfolgt durch kleinste Hautverletzungen. Über diese Verletzungen gelangt das Virus in die Haut und kann dort die Basalzellen der Epidermis infizieren. Es gibt 118 verschiedene, beschriebene menschliche (humane) Papillomvirustypen (HPV 1-118).

Nach der Infektion dauert es sechs Wochen bis zwanzig Monate, bis auf der Haut oder Schleimhaut Warzen entstehen. Häufig verschwinden diese spontan auch ohne weitere Behandlung. Die Warzen selbst sind harmlos, aber einige der Warzenviren können menschliche Zellen transformieren. So spielen sie eine Rolle bei der Entstehung der Vorstufen eines bösartigen Tumors (Prokanzerosen). Lange bestehende Warzen können sich in seltenen Fällen zu bösartigen Tumoren umwandeln. Die zusätzliche Einwirkung krebserzeugender Chemikalien kann diesen Vorgang begünstigen. 2005 hat die WHO die HPV-Typen 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59 und 66 als krebserregend eingestuft.

Name Erkrankung
HPV 1, 2, 4 Verruca plantaris (Fußsohlen- oder Dornwarze)
HPV 1, 2, 3, 4 Verruca vulgaris (gewöhnliche Warzen oder Stachelwarzen)
HPV 6, 11 Condylomata acuminata (Feig- oder Feuchtwarzen)
HPV 3, 10, 27, 28 Verruca plana (flache Warzen besonders bei Jugendlichen)
HPV 5, 8 Spinozelluläres Karzinom bei Epidermodysplasia verruciformis
HPV 6, 11, 16, 34, 39 Dysplasien der Schleimhaut des Gebärmutterhalses; bowenoide Papulose (Hautkrankheit)
HPV 6, 11 Larynxpapillom; Konjunktivalpapillom
HPV 13, 32 Mundpapillom (Morbus Heck)
HPV 30, 40 Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom)
HPV 16, 18, 31 Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Beispiele für Erkrankungen durch HPV

Polyomavirus

Polyomaviren werden auch Miopapovaviren genannt. Gewöhnlich verläuft eine Infektion ohne Erkrankungszeichen, obgleich das Virus im Wirt verweilt. Bei Tieren können experimentell Tumoren nach einer Infektion beobachtet werden (Polyomavirus der Maus, SV 40 bei Rhesusaffen). Beim Menschen sind das BK-Virus, das JC-Virus und das LPV-Virus bekannt. Lediglich bei einer Reaktivierung des JC-Virus kann es zu einer fortschreitenden Veränderung in der weißen Substanz des Gehirns kommen (progressive multifokale Leukenzephalopathie).

Weiterlesen: DNA-Viren: Adenoviridae

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