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Genetik der BakterienPlasmideStand: 18. Juni 2007Autor: Onmeda-Redaktion Viele Bakterien besitzen außer dem ringförmigen Kernäquivalent, welches das eigentliche Erbgut (Genom) des Bakteriums darstellt, ein oder mehrere weitere ringförmige DNA-Moleküle in der Zelle, die sog. Plasmide. Plasmide sind deutlich kleiner als das Kernäquivalent. Einige sehr kleine Plasmide tragen nur 800 Basenpaare, während die größten bis zu 300.000 Basenpaare groß sind. Je nach Größe kommen Plasmide meist in ein bis zwei Kopien vor oder im Fall von sehr kleinen Plasmiden in zehn bis 100 Kopien, in Ausnahmefällen sogar in bis zu 1.000 Kopien. Sie sind vom Kernäquivalent des Bakteriums in jeder Hinsicht völlig unabhängig. Für die Funktion und Reproduktion der Zelle sind sie nicht zwingend notwendig und werden bei der Zellteilung eher zufällig auf die Tochterzellen verteilt. Für die Medizin sind besonders Virulenzplasmide und Resistenzplasmide von Bedeutung. Virulenzplasmide enthalten diejenigen genetischen Informationen, die für die krankmachenden Eigenschaften eines Bakteriums verantwortlich sind. Dazu gehören z. B. Gifte (Toxine), Substanzen, die rote Blutkörperchen schädigen (Hämolysine) oder besondere Kapseln, die den Bakterien eine erhöhte Widerstandskraft gegenüber Antibiotika verleihen. Manche Bakterien erwerben im Laufe ihres Lebenszyklus eine Resistenz gegenüber Antibiotika. Solche erworbenen Resistenzen sind selten im Kernäquivalent codiert, sondern meist auf Resistenzplasmiden. Sind Bakterien durch die genetische Information auf einem Plasmid gegen mehrere Substanzen resistent, spricht man von Mehrfachresistenzplasmiden. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaBakteriengenetik
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