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Stand: 18. Juni 2007Autor: Onmeda-Redaktion
Trotz Verbesserung der Auflösung des Lichtmikroskops und der Einführung von Färbetechniken durch die Forscher Ehrlich (1882) und Gram (1884) blieb der innere Aufbau der Bakterienzelle lange unklar. Erst die Einführung des Elektronenmikroskops führte ab 1938 zu einem tieferen Einblick in das Innenleben von Bakterien.
Die klassischen Methoden der Mikrobiologie haben ihre Bedeutung heute zwar nicht verloren, aber die Kenntnis der Bakteriengenetik und der Biochemie sind gerade für die Diagnostik und Systematik ausschlaggebend. 1944 gelang Avery, MacLeod und McCarty erstmals bei Versuchen mit Pneumokokken der Nachweis, dass die Desoxyribonukleinsäure (DNS, engl. DNA) Träger der Erbinformation ist. Der molekulare Aufbau der DNA wurde durch die Forscher Watson und Crick 1953 mithilfe von röntgenkristallografischen Analysen aufgedeckt.
Dass neben Bakterien eine weitere Form von Krankheitserregern existiert, wusste man schon 1892 aus Untersuchungen von Ivanowsky über die Mosaikkrankheit der Tabakpflanzen. Allerdings blieb das Wissen über das Wesen dieser Krankheitserreger, die Viren getauft wurden, begrenzt. Erst 1949 gelang es dem amerikanischen Mikrobiologen Enders durch die Einführung der einschichtigen Zellkultur mit Zusätzen von Antibiotika zur Unterdrückung des Bakterienwachstums die Wirkung von Viren auf Zellen zu untersuchen.
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