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Stand: 16. September 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Das toxische Schock-Syndrom (Toxic-Shock-Syndrom, TSS) wird durch das Staphylococcus-aureus-Toxin TSST-1 ausgelöst und kann lebensbedrohlich verlaufen. Insgesamt tritt es jedoch selten auf.
Typisch für die Erkrankung ist hohes Fieber (über 38,9 Grad Celsius) und ein sonnenbrandähnlicher Hautausschlag (makulöses Exanthem), der vor allem an den Handflächen und Fußsohlen auftritt. Außerdem ist der Blutdruck bei den Betroffenen sehr niedrig (Hypotonie).
Daneben sind beim toxischen Schock-Syndrom weitere Organbereiche betroffen, die von Patient zu Patient variieren können. Mindestens drei der folgenden Beschwerden müssen auftreten, damit es sich laut Definition um ein TSS handelt:
Das toxische Schock-Syndrom kann bei Frauen auftreten, die während ihrer Menstruationsblutung Tampons verwenden. Bei etwa 30 Prozent der Frauen ist Staphylococcus aureus in geringer Zahl ganz normaler Teil der Scheidenflora. Verbleibt ein blutgefüllter Tampon lange in der Vagina, findet Staphylococcus aureus Umweltbedingungen vor, bei denen er sich gut vermehren kann. Das muss nicht problematisch sein, denn nicht jeder Bakterienstamm von Staphylococcus aureus produziert das Toxin TSST-1. Falls jedoch TSST-1 von den Bakterien abgegeben wird, kann das Toxin ins Blut gelangen und das toxische Schock-Syndrom auslösen. Aus diesem Grund sollten Frauen Tampons alle vier bis maximal acht Stunden wechseln.
Stellen Frauen an sich Symptome fest, die auf ein toxisches Schock-Syndrom hindeuten, sollten sie den Tampon entfernen und eine Arzt zurate ziehen. Insgesamt tritt das toxische Schock-Syndrom im Zusammenhang mit Tampons jedoch sehr selten auf.
Das toxische Schock-Syndrom kann prinzipiell auch durch Staphylococcus-aureus-Infektionen in anderen Körperbereichen sowohl bei Frauen als auch bei Männern entstehen. Häufiger als das toxische Schock-Syndrom im Zusammenhang mit Tampons tritt die Erkrankung beispielsweise als Folge von chirurgischen Eingriffen auf.
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