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Sporothrix schenckii

Krankheiten

Stand: 15. Februar 2008Autor: Onmeda-Redaktion

Sporothrix schenckii kann über kleine Verletzungen der Haut, zum Beispiel über Holzsplitter oder Dornen, in den menschlichen Körper gelangen und dort zur so genannten Sporotrichose führen. Die Sporotrichose zählt zu den Verletzungsmykosen. Nach einer Inkubationszeit von etwa drei Wochen bildet sich unter der Haut (subkutan) ein Knoten oder ein Geschwür. Über Fisteln kann sich Sporothrix schenckii auch in benachbarte Gewebe sowie in das Lymphsystem verbreiten. In diesem Fall bilden sich an den Lymphbahnen kettenartig weitere Geschwüre. Über die Blut- und Lymphbahnen kann sich Sporothrix schenckii in weitere Bereiche des Körpers verteilen.

Betrifft die Infektion mit Sporothrix schenckii ausschließlich die Haut (kutane Sporotrichose), verläuft diese unbehandelt meist chronisch und heilt in der Regel nicht von selbst aus. Hat sich die Sporotrichose über die Blutbahn auch in die Gelenke ausgebreitet (extrakutane Sporotrichose), kann sich eine Gelenkentzündung (Arthritis) herausbilden.

Bei Alkoholikern, Personen mit Grunderkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Tuberkulose, Sarkoidose) sowie seltener auch bei Gesunden kann es zu einer Erkrankung der Atemwege (pulmonale Sporotrichose) durch Sporothrix schenckii kommen.

Therapie

Die Therapie der kutanen Sporotrichose erfolgt meist über mehrere Wochen mit Kaliumjodid oder Itraconazol behandeln. Werden die befallenen Hautstellen zusätzlich mit Wärme behandelt (Hyperthermie), fördert dies häufig die Heilung. Handelt es sich um eine extrakutane Sporotrichose, kann die Erkrankung mit Amphotericin B behandelt werden. In seltenen Fällen können chirurgische Maßnahmen notwendig werden.

Vorbeugen

Der weltweit verbreitete Pilz Sporothrix schenckii lebt vorwiegend auf Holz und Pflanzen und verursacht in Westeuropa kaum Erkrankungen. Bisher sind keine speziellen Maßnahmen bekannt, um einer Infektion durch Sporothrix schenckii vorzubeugen.

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Sporothrix schenckii

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