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Autor: Onmeda-Redaktion
Die antigenen Eigenschaften der Eier von Schistosoma haematobium bewirken durch die von ihnen hervorgerufenen Entzündung Beschwerden beim Wasserlassen und die Ausscheidung von weißen Blutkörperchen und Blut mit dem Urin. Man unterscheidet drei Erkrankungsphasen: 1.Penetration: Eindringen der Zerkarien in die Haut. 2. akute Phase: Fieber, Kopfschmerzen, Leberschwellung, Juckreiz. Die Symptome sind zum Teil allergischer Ursache. 3. chronische Phase: Durch den Blutstrom werden die Eier auch in andere Organe verschleppt. Dort bilden sich bindegewebige Kapseln (Granulome), die auch als Pseudotuberkel bezeichnet werden. Diese können auch verkalken.
Zum Nachweis einer Schistosoma-haematobium-Infektion stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Der mikroskopische Nachweis gelingt aus dem sedimentierten Harn und aus Gewebeproben (Biopsie). Durch indirekte Immunfluoreszenz und ELISA lassen sich Antikörper nachweisen.
Das Chemotherapeutikum Praziquantel wirkt gegen alle Schistosomen, also auch gegen Schistosoma haematobium. Der Wirkstoff Metrifonat ist nur gegen Schistisoma haematobium wirksam.
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