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Stand: 8. Juli 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Bakterienart Pseudomonas aeruginosa ist weltweit verbreitet und führt vor allem bei Menschen mit geschwächter Immunabwehr zu Erkrankungen. Gesunde Menschen sind eher selten von Infektionen betroffen.
Pseudomonas aeruginosa verursacht bei Menschen, die Risikofaktoren für eine Infektion aufweisen, häufiger schwere Verläufe, wie etwa Lungenentzündungen, Wundinfektionen und Blutvergiftungen (Sepsis). Besonders bei Personen mit Mukoviszidose kann der Erreger zu Komplikationen führen und eine chronische Infektion der Atemwege nach sich ziehen.
Pseudomonas aeruginosa bevorzugt eine feuchte Umgebung (sog. Nasskeim oder Pfützenkeim) und stellt äußerst geringe Ansprüche an seine Nahrung. Daher kommt der Erreger fast überall vor, zum Beispiel im Boden und im Wasser. Vor allem in Krankenhäusern gilt Pseudomonas aeruginosa als einer der häufigsten Verursacher von Ansteckungen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von nosokomialen Infektionen.
Eine Entzündung, die von Pseudomonas aeruginosa ausgelöst wurde, geht mit zwei besonderen Merkmalen einher: Es bildet sich blaugrüner Wundeiter und es entsteht ein süßlich-aromatischer Geruch ("lindenblütenartig"). Beides weist den Arzt auf die Ursache der Infektion hin.
Um einer Ansteckung mit Pseudomonas aeruginosa vorzubeugen, empfiehlt es sich, allgemeine Hygieneregeln einzuhalten. Krankenhäuser müssen darüber hinaus besondere Maßnahmen einhalten, um den Keim zu bekämpfen und zu verhindern, dass er sich verbreitet.
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