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Autor: Onmeda-Redaktion
Das Plasmodium wir über die weiblichen Anophelesmücken übertragen. Durch ihren Saugapparat gelangt der Erreger in die Kapillaren des Menschen und in die Blutbahn.
In der Leber nistet sich die infektiöse Form, der Sporozoit in den Zellen ein und vermehrt sich dort ungeschlechtlich. Dieses Stadium der Infektion nennt sich auch präerythrozytäre Schizogonie. Die Schizonten zerfallen und entlassen die Merozoiten. Diese infizieren die roten Blutkörperchen. Dort reifen sie zu Schizonten aus. Mit dem Zerfall der Blutkörperchen werden neue Merozoiten freigesetzt, die ihrerseits neue rote Blutkörperchen infizieren. Ein Teil der Merozoiten differenziert sich zu Gametozyten (Geschlechtszellen). Man nennt den Wechsel zwischen sexueller und ungeschlechtlicher Fortpflanzung Generationswechsel. Die Fieberanfälle hängen mit der abrupten Freisetzung von Merozoiten und Stoffwechselprodukten zusammen.
Über den Stich der Anophelesmücke werden die Gametozyten eines Infizierten aufgenommen und entwickeln sich im Darm zu Gameten. Nach der Befruchtung bildet sich der bewegliche Ookinet. Dieser wandert durch die Darmschleimhaut bis zur Lamina basalis und entwickelt sich dort zur Oozyste. Durch Teilung entwickeln sich in der Oozyste Sporozoiten. Diese Sporozoiten wandern in die Speicheldrüse der Mücke und gelangen bei der nächsten Blutmahlzeit in einen neuen Wirt. Die Zellmembran der befallenen Blutkörperchen enthält charakteristische Einschlüsse. Es handelt sich dabei vermutlich um Antigene gegen Plasmodium falciparum. Die Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit der roten Blutkörperchen führt dazu, dass die Erythrozyten an der Oberfläche feinster Gefäße (Kapillaren) haften bleiben. Dies führt schließlich zu einem Verschluss des betreffenden Gefäßes mit einer verminderten Sauerstoffversorgung der nachgeschalteten Gebiete. Eine gefürchtete, auf diesem Mechanismus basierende Komplikation, ist die zerebrale Malaria. Sie führt bis hin zum Koma und hat eine schlechte Prognose.
Malaria tropica
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