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Naegleria fowleriKrankheitenStand: 20. November 2007Autor: Onmeda-Redaktion Gelangen Amöben der Art Naegleria fowleri in Kontaktlinsen-Reinigungslösung, kann es zur Hornhautentzündung des Auges (Keratitis) kommen. Auch über kontaminierten Speichel kann eine Keratitis hervorgerufen werden. Gelangt Wasser zum Beispiel beim Schwimmen in stehenden Gewässern oder Duschen in die Nase, kann Naegleria fowleri in seltenen Fällen die Nasenschleimhaut durchdringen und über die Nervenbahnen bis in Gehirn gelangen. In der Folge entsteht nach wenigen Tagen eine schwere so genannte Primäre Amöben-Meningoenzephalitis (PAM), also eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die meist tödlich endet. DiagnoseEin Befall mit Naegleria fowleri-Amöben kann durch Abstriche oder eine Liquorprobe mikroskopisch nachgewiesen werden. TherapieEine Erkrankung durch Naegleria fowleri lässt sich bisher nicht ursächlich behandeln. Eine Amöben-Meningoenzephalitis kann mit intravenös verabreichtem Amphotericin B zusammen mit Rifampicin versuchsweise behandelt werden. Zum Teil kann der Wirkstoff auch direkt in den Rückenmarkskanal in den Liquor gegeben werden. Liegt eine Hornhautentzündung des Auges (Keratitis) vor, können die Wirkstoffe Natamycin oder Neomycin eingesetzt werden. Ebenso kann eine Augenspülung mit desinfizierenden Lösungen wie Polyhexanid hilfreich sein. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaNaegleria fowleri
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