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Stand: 11. Oktober 2007Autor: Onmeda-Redaktion
Mucorales-Schimmelpilze sind allgegenwärtig und kommen besonders auf verrottenden Pflanzen vor. Über Staub können sie beim Einatmen oder Schlucken in den menschlichen Körper gelangen und dort unterschiedliche so genannte Mucormykosen hervorrufen, je nachdem an welcher Stelle des Körpers der Erreger eingedrungen ist. Mucorales-Schimmelpilze vermehren sich bevorzugt in Gefäßen und können dadurch in den jeweiligen Organsystemen zu Blutgerinnseln (Thromben) führen, die einen Gefäßinfarkt an dieser Stelle zur Folge haben können.
Zu Mucormykosen kommt es vor allem bei Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist (z.B. Leukämie, AIDS) oder die an Stoffwechselerkrankungen leiden (z.B. Diabetes mellitus). Menschen mit gesundem, kompetentem Immunsystem erkranken nur sehr selten.
| Ursprung/Eintrittspforte | Erkrankung | Eigenschaften |
|---|---|---|
| Nase, Nebenhöhlen | Rhinozerebrale Mucormykose | Kann sich von der Nase oder den Nebenhöhlen aufs Gehirn ausbreiten. Kommt oft bei Diabetes mellitus vor. |
| Lunge | Pulmonale Mucormykose | Kommt oft i.R. von Leukämie vor und kann zu Lungeninfarkten führen. |
| Magen-Darm-Trakt | Gastrointestinale Mucormykose | Kommt v.a. bei unterernährten Kindern vor; kann zu Infarkten im Magen-Darm-Trakt führen. |
| Haut | Kutane Mucormykose | Tritt v.a. bei Hautverletzungen und bei großflächigen Verbrennungen auf. |
| Blutkreislauf | Disseminierte septische Mucormykose | Kann eine Folge der anderen Mucormykosen sein. Der Erreger breitet sich vom Ursprungsort ins Blut und von dort in andere Organsysteme aus. Folge kann eine Blutvergiftung (Sepsis) sein. |
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