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Autor: Onmeda-Redaktion
Leishmania tropica und Leishmania major sind Protozoen-Arten, die beim Menschen zu einer mit Geschwüren einhergehenden Hautkrankheit führen können: der kutanen Leishmaniose. Die winzigen Parasiten werden über Sandmücken der Gattung Phlebotomus auf den Menschen übertragen.
Durch den Stich der Sandmückenweibchen gelangt der Erreger in die Blutbahn. Hier werden sie von Zellen des Immunsystems aufgenommen, weclhes die Erreger als fremd erkennt und zu bekämpfen versucht. Leishmania tropica und Leishmania major sind jedoch in der Lage, sich einer Vernichtung zu entziehen – sie beginnen vielmehr, sich in den Immunzellen, in die sie aufgenommen wurden, zu überleben und sich zu vermehren.
Kutane Leishmaniose
Nach einer Infektion mit Leishmania tropica oder Leishmania major bildet sich im Laufe von Wochen am Ort des Mückenstiches eine Schwellung mit Rötung, die geschwürig zerfällt. Das Geschwür kann mehrere Zentimeter groß werden und hat einen charakteristischen aufgeworfenen Rand. Die Wundfläche bildet einen Nährboden für bakterielle Infektionen, die den Verlauf der Erkrankung komplizieren können.
Die Diagnose gelingt mikroskopisch in Ausstrichen von Gewebematerial nach Giemsafärbung. Diese werden durch Punktion im Randbereich der Hautläsion gewonnen. Ferner ist die Kultur von Leishmania tropica und Leishmania major in Spezialnährmedien möglich.
Eine Infektion mit Leishmania tropica oder Leishmania major lässt sich mit Medikamenten behandeln. Wirksam sind zum Beispiel Antimonpräparate (Pentostam, Glucantime), aromatische Diamidine (Lomidine) und Amphotericin B.
Unter Ausbildung einer großen Narbe heilen die Geschwüre innerhalb eines Jahres ohne Behandlung ab. Der Heilungsprozess ist mit dem Aufbau einer zellulären Immunität verbunden. Eine Infektion mit dem gleichen Parasiten (Leishmania tropica oder Leishmania major) ist deshalb zukünftig ausgeschlossen.
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