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Legionella pneumophila

Stand: 9. September 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Die Bakterienart Legionella pneumophila kommt fast überall in der Umwelt in allen natürlichen und künstlichen Wassersystemen vor, wie etwa in Warm- und Kaltwassersystemen, Wasserleitungen, Wasserhähnen, fließenden und stehenden Gewässern, Abwässern, Kühltürmen, Luftbefeuchtern von Klimaanlagen und Whirlpools.

Bakterien der Art Legionella pneumophila sind stäbchenförmig, mit einem dicken, länglichen Aussehen. Der ideale Temperaturbereich, um sich zu vermehren, liegt für die Bakterien zwischen 25 und 50 Grad Celsius, stehendes Wasser fördert die Vermehrung. Legionella pneumophila findet man auch in kühleren Gewässern bei Wassertemperaturen von 5 bis 25 Grad Celsius, hier können sich die Bakterien jedoch nicht vermehren. Ab Temperaturen über 60 Grad Celsius oder durch die Zugabe von Chlor ins Wasser sterben sie ab.

Bei abwehrgeschwächten Personen kann das Einatmen von legionellenhaltigen Wassertröpfchen (z.B. aus kontaminierten Warmwasserleitungen beim Duschen) zur Entstehung von zwei unterschiedlichen Legionellosen führen: der Legionärskrankheit, einer schweren Form der Lungenentzündung (Pneumonie), oder dem Pontiac-Fieber. Das Pontiac-Fieber verläuft ohne Pneumonie – in der Regel treten dabei keine Komplikationen auf und das Fieber klingt von allein wieder ab. Selten gelangt Legionella pneumophila über Staubpartikel in den menschlichen Körper.

Nachdem die Erreger in die Lunge eingedrungen sind, vermehren sie sich in den Lungenbläschen (Alveolen). Hier löst Legionella pneumophila eine Entzündungsreaktion aus und schädigt so das Lungengewebe.

Die Inkubationszeit von Legionella pneumophila beträgt beim Pontiac-Fieber fünf Stunden bis hin zu zwei Tagen. Das Pontiac-Fieber verläuft in der Regel gutartig. Bei der Legionärskrankheit beträgt die Inkubationszeit zwei bis zehn Tage. Damit der Körper die Bakterien erfolgreich bekämpfen kann, muss er in der Lage sein, den Krankheitserreger direkt anzugreifen. Bei manchen Menschen, zum Beispiel im Alter oder unter Kortison-Therapie, ist die körpereigene Abwehr geschwächt, sodass die Krankheit einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist bisher nicht bekannt. Eine Infektion mit Legionella pneumophila ist meldepflichtig.

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