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Helicobacter pylori
Helicobacter-pylori-InfektionHelicobacter pylori: DiagnoseStand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Helicobacter-pylori-Infektion spielen im Rahmen der Diagnose verschiedene Testverfahren eine Rolle. Zum einen ist es möglich, den sogenannten Antikörpertiter im Blut zu bestimmen. Generell beschreibt ein Antikörpertiter die Blutkonzentration von Antikörpern gegen einen bestimmten Erreger. Das Verfahren nutzt die Tatsache, dass das menschliche Immunsystem bei einer Infektion mit einem Krankheitserreger Antikörper gegen diesen bildet. Sind die entsprechenden Antikörper in hoher Konzentration im Blut zu finden, liegt höchstwahrscheinlich eine aktive Infektion mit dem Erreger vor. Allerdings bleiben die Antikörpertiter auch lange Zeit nach einer erfolgreichen Behandlung der Infektion erhalten. Somit ist dieser Nachweis nur bedingt für eine Helicobacter-pylori-Infektion aussagekräftig – die Diagnose sichert der Arzt dann mithilfe weiterer Untersuchungen. Eine Möglichkeit, Helicobacter pylori nachzuweisen, ist der Harnstoff-Atemtest. Der Patient nimmt hierbei ein Präparat zu sich, das Harnstoff mit speziell markierten Kohlenstoffatomen, sogenannten C13-Harnstoff, enthält. Liegt eine Infektion mit Helicobacter pylori vor, spaltet das vom Bakterium produzierte Enzym Urease den Harnstoff und setzt dabei die markierten Kohlenstoffatome (C13) frei. Beim Ausatmen wird gemessen, ob sich C13 in der Atemluft befindet – ist dies nicht der Fall, liegt keine Helicobacter-pylori-Infektion vor. Der Atemtest gilt heute als Standard bei der Nachsorge bereits behandelter Patienten. Im Rahmen einer Magenspiegelung kann der Erreger über die Züchtung einer Bakterienkultur aus einer entnommenen Gewebeprobe (Biopsie) nachgewiesen werden. Auch der Nachweis des vom Bakterium produzierten Enyzms Urease ist möglich. Darüber hinaus kann man Helicobacter pylori in einer Stuhlprobe nachweisen. Weiterlesen: Helicobacter pylori: Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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