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Stand: 28. August 2007Autor: Onmeda-Redaktion
Fadenwürmer (Filarien) gehören zu den Nematoden. Diese Parasiten sind sehr dünn und können zwei bis 40 Zentimeter lang werden. Ihre Larven gelangen meist über blutsaugende Insekten wie Stechmücken, aber auch Kriebelmücken und Fliegen, in den menschlichen Körper. Dort siedeln sie in den Lymphbahnen und Lymphknoten, bis sie nach mehreren Monaten geschlechtsreif geworden sind und schließlich als Mikrofilarien wieder ins Blut übergehen. Die Mikrofilarien können dann bei der nächsten Blutmahlzeit zum Beispiel wieder in den Körper der Stechmücke aufgenommen und auf den nächsten Menschen übertragen werden. Die Krankheitsbilder variieren abhängig von der jeweiligen Art der Fadenwürmer.
Fadenwürmer können außerhalb ihrer Wirte nicht überleben. Da Fadenwürmer bei der Verbreitung an ihre Zwischenwirte – vor allem Stechmücken – gebunden sind, kommen diese auch hauptsächlich in Gewässernähe vor. Die verschiedenen Fadenwürmer-Arten findet man überwiegend in tropischen und subtropischen Gebieten wie Teilen Afrikas, Asiens, Südamerikas und einigen karibischen Inseln.
Man nimmt an, dass weltweit 115 Millionen Menschen mit der Filarien-Art Wuchereria bancrofti infiziert sind und etwa 14 Millionen Menschen mit Brugia-Arten. Mehr als 17 Millionen Menschen sollen von Onchocerca volvulus befallen sein, 99 Prozent der Betroffenen leben in Afrika. 25 Millionen Menschen sind Schätzungen zufolge mit der Filarien-Art Loa loa infiziert. In Deutschland treten Infektionen durch Fadenwürmer selten auf. Die Erkrankten haben sich zuvor meist in tropischen Ländern aufgehalten.
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