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Echinococcus multilocularis

Autor: Onmeda-Redaktion

Der Mensch wird durch die Eiaufnahme infiziert. Die Larven gelangen über den Darm zur Leber. Dort nisten sie sich ein. Sie wachsen dort infiltrativ durch das Lebergewebe hindurch.

Zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt der Infektion bilden sich im Lebergewebe kleine Hohlräume, in denen die Kopfanlagen des Wurmes (Protocolices) gebildet werden. Der erwachsene Wurm kommt im Fuchs, Hund oder Katze vor. Zwischenwirte sind Bisamratten, Feld- und Schermäuse.

Erkrankung

Alveoläre Echinokokkose, Hydatidose

Verbreitung

Nördliche Hemisphäre

Klinik

Der Parasit findet sich ausschließlich in der Leber. Im Gegensatz zum Echinococcus granulosus bildet er aber keine Zysten aus. Es gibt keine spezifischen Krankheitssymptome. Daher ist die Zerstörung der Leber zum Zeitpunkt der Diagnose oft schon fortgeschritten.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch Computertomographie und Analyse der Antigene.

Therapie

Die chirurgische Entfernung des Parasiten ist das Mittel der Wahl. Allerdings ist die Entfernung bei fortgeschrittenem Befall schwierig. Dann ist eine Chemotherapie mit Mebendazol oder Albendazol notwenig.

Prognose

Die Prognose ist sehr schlecht und endet im Verlauf von etwa zehn Jahren mit dem Tod des Patienten.

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