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Stand: 10. Dezember 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Infektion mit dem Hundebandwurm Echinococcus granulosus beim Menschen nennt man zystische Echinokokkose. Der Mensch infiziert sich mit dem Parasiten, wenn er die Eier von Echinococcus granulosus über den Mund aufnimmt, entweder über verunreinigte Nahrung oder durch den Kontakt zu nicht-entwurmten Hunden. Über den Blut- oder Lymphkreislauf werden Organe wie Leber oder Lunge vom Hundebandwurm befallen. Oft bleibt eine Infektion mit dem Hundebandwurm jahrelang unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, sind diese oft sehr allgemein und hängen davon ab, welches Organ befallen ist. Ist die Leber betroffen, kann es zum Beispiel zu rechtsseitigen Bauchschmerzen kommen, aber auch zu Übelkeit oder Erbrechen. Ist dagegen die Lunge befallen, äußert sich dies möglicherweise durch Atembeschwerden wie langwierigem Husten.
Um eine Diagnose zu stellen, werden in der Regel bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT), Ultraschall (Sonographie) oder Kernspintomographie (MRT) eingesetzt. In einer Blutuntersuchung wird das Blut außerdem auf typische Antikörper getestet.
Liegt ein Befall mit Echinococcus granulosus vor, besteht die Therapie in der Regel in der operativen Entfernung des Parasiten aus dem betroffenen Organ. Zusätzlich oder wenn eine Operation nicht möglich ist, verabreicht der Arzt Wirkstoffe wie Albendazol oder Mebendazol. Beide Wirkstoffe hemmen das Wachstum von Echinococcus granulosus.
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