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Stand: 26. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Infektion mit dem Hefepilz Cryptococcus neoformans nennt man auch Kryptokokkose. Eine Kryptokokkose-Infektion entsteht in der Regel nur bei Personen, deren körpereigene Abwehr massiv geschwächt ist. Hierzu zählen zum Beispiel AIDS-Kranke, Menschen mit Leukämie oder Morbus Hodgkin und Personen, die Kortikosteroide einnehmen.
Insbesondere trockener Vogelkot-Staub ist eine potenzielle Erregerquelle. Atmet eine Person Staub ein, in welchem sich der Erreger befindet, gelangt Cryptococcus neoformans in die Lunge und führt bei immungeschwächten Personen zur sogenannten Lungenkryptokokkose. Die Lungenkryptokokkose verursachen häufig keine Beschwerden und verläuft daher oft unbemerkt.
Cryptococcus neoformans kann sich aus der Lunge über das Blut in weitere Organe ausbreiten. Gelangt der Erreger ins zentrale Nervensystem (ZNS, Gehirn und Rückenmark), kann eine lebensbedrohliche Gehirnentzündung (Meningoenzephalitis) entstehen. Eine Meningoenzephalitis durch Cryptococcus neoformans verläuft häufig schleichend oder sie äußert sich mit unspezifischen Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen. In seltenen Fällen befällt Cryptococcus neoformans die Augen oder die Haut (kutane Kryptokokkose).
Eine Infektion mit Cryptococcus neoformans muss in jedem Fall behandelt werden. Für mindestens ein bis zwei Monate bekommt der Betroffene Medikamente mit den Wirkstoffen Amphotericin B und Flucytosin beziehungsweise Fluconazol verabreicht. AIDS-Kranke sollten nach einer Infektion dauerhaft behandelt werden, um zu verhindern, dass im Körper verbliebene Kryptokokken erneut zu Beschwerden führen.
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