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Stand: 20. Mai 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Corynebacterium diphtheriae ist ein Bakterium, das weltweit vorkommt. Es bildet ein Gift, welches zur Diphtherie führt: das Diphtherietoxin. Dank der etwa 1960 in Europa eingeführten Schutzimpfung tritt Diphtherie in Deutschland nur selten auf – im Jahr 2010 wurden deutschlandweit acht Fälle der Erkrankung gemeldet.
Corynebacterium diphtheriae zählt zur Gattung der sogenannten Korynebakterien. Im Gegensatz zu anderen Korynebakterien, die auch bei Schafen, Kühen oder Pferden vorkommen, verbreitet sich das Corynebacterium diphtheriae ausschließlich von Mensch zu Mensch – meist durch eine Tröpfcheninfektion, seltener durch direkten Körperkontakt. Corynebacterium diphtheriae vermehrt sich meist an der Eintrittspforte zum Körper, so etwa im Rachen oder manchmal auch an Hautwunden.
Seine krankmachende Eigenschaft (Virulenz) erhält Corynebacterium diphtheriae durch das Gift, das es produziert: das Diphtherietoxin, welches zu Zellschäden führt und die typischen Symptome der Diphtherie auslöst.
Edwin Klebs entdeckte das Corynebacterium diphtheriae im Jahr 1883. Das vom Bakterium produzierte Diphtherietoxin konnte 1888 erstmals nachgewiesen werden. Corynebacterium diphtheriae bildet keine Sporen und ist fakultativ anaerob, das heißt: Es kann sowohl in sauerstoffarmer als auch in sauerstoffhaltiger Umgebung wachsen.
Unter dem Mikroskop betrachtet sind die Bakterien oft in Gruppen angeordnet oder sie sind parallel zueinander ausgerichtet. Bakterien der Art Corynebacterium diphtheriae haben eine Stäbchenform. Zum Teil sind sie an einem oder an beiden Enden keulenförmig verdickt (griech. coryne = Keule).
Da Diphtherie im schlimmsten Fall tödlich enden kann, ist eine Schutzimpfung besonders wichtig. Insbesondere sollte man daran denken, den Impfschutz rechtzeitig wieder auffrischen zu lassen. Ist die Erkrankung bereits ausgebrochen, sollte sie so rasch wie möglich behandelt werden.
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