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Stand: 10. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Infektion mit Chlamydophila psittaci (Chlamydia psittaci) wird als Ornithose oder bei Infektion durch Papageien als Psittakose (sog. Papageienkrankheit) bezeichnet und gehört zu den meldepflichtigen Krankheiten. Durch das Einatmen der im Staub und Vogelkot enthaltenen Erreger dringt Chlamydophila psittaci (Chlamydia psittaci) in den menschlichen Körper ein. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion ist möglich. Nach etwa ein bis drei Wochen zeigen sich bei Infizierten die ersten Symptome der Krankheit, wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen bis hin zu einer Lungenentzündung (Pneumonie).
Häufig kommt es auch zu einer Lebervergrößerung sowie zu Entzündungen des Herzens, des Gehirns und der Bindehäute. Bei manchen Erkrankten ähnelt der Krankheitsverlauf auch einer Erkältung oder verläuft sogar ganz ohne Beschwerden. Die Krankheit wird wahrscheinlich nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
Die Bakterienart Chlamydophila psittaci (Chlamydia psittaci) wird vor allem über den Kot infizierter Vögel übertragen. Sie können einer Infektion vorbeugen, indem Sie den Kontakt zu Vögeln oder anderen Tieren vermeiden, die an Ornithose erkrankt sind. Besonders gefährdet sind Personen, die beruflich oder in ihrer Freizeit mit Vögeln zu tun haben. Exotische Ziervögel müssen tierärztlich untersucht werden, bevor sie in den Verkauf kommen. Sollten die Tiere von Chlamydophila psittaci befallen sein, helfen Antibiotika (Tetrazykline), die dem Futter beigemischt werden. Diese Therapie muss mindestens drei Monate erfolgen.
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